Hallo 2018!

Nachdem ich das alte Jahr verabschiedet habe, sage ich nun Hallo zu 2018! Reingefeiert habe ich mit meinen liebsten Menschen der Welt und von meinem wunderbaren Freund habe ich um Mitternacht natürlich einen dicken Schmatzer bekommen.

Was dieses Jahr so alles anstehen wird, habe ich mir ganz untypisch noch keine Gedanken gemacht. Passiert das so, wenn man älter und weiser wird…? 😉

Naja, um meiner Planungswut und meinem außerordentlich ausgeprägten Ordnungssinn gerecht zu werden, möchte ich in diesem Tagebucheintrag festhalten, auf was ich mich in diesem Jahr alles gefasst machen muss.

Ganz meiner Persönlichkeit zutrotz, werde ich mir in diesem Jahr keine Ziele setzen oder Vorsätze vornehmen. Jedenfalls werde ich mich nicht mit solchen Nichtigkeiten wie im letzten Jahr abgeben. 😉

Denn in diesem Jahr steht Großes an! Ich werde, nach sechs wunderbaren und erfahrungsreichen Jahren, mein Studium abschließen und mich mit einem Mastertitel schmücken können. Ich würde gerne schreiben, dass ich das Studieren vermissen werde, aber mir scheint es der falsche Ausdruck zu sein. Ich werde mit Freude und vielleicht ein bisschen Wehmut an die tolle Zeit zurückdenken. Ich bereue ganz und gar nicht, dass ich mich damals nach dem Bachelor (sehr spontan) für weitere zwei, drei Jahre zur Uni verpflichtet habe. Ich habe mich noch nicht bereit gefühlt in die Welt hinaus geschmissen zu werden. Jetzt aber bin ich es. Ich freue mich auf die Zukunft. Auf den Job, den ich finden und die neuen Erfahrungen, die ich machen werde. Außerdem wird es endlich mal Zeit zu zeigen, ob sich die letzten sechs Jahre gelohnt haben um dafür angemessenes Geld zu erhalten. 😉

Bis es soweit ist, werde ich allerdings mein letztes Jahr als Studentin genießen. Nächste Woche fahre ich endlich wieder in meine Unistadt. Ich freue mich, meine WG und meine lieben Freunde alle wiederzusehen. Im Februar stehen meine letzten zwei Klausuren an. Die kommenden Wochen werden sicher stressig, aber ich gebe nochmal mein Bestes. Und danach nehme ich jede Party mit!

Ein paar Mini-Schritte in meiner Beziehung stehen auch an. Meine Zwischenmieterin wohnt noch bis Mitte Februar in meinem WG-Zimmer, also muss ich ausweichen: ich werde für drei Wochen zu meinem Freund ziehen. Aber nachdem wir schon 13 Tage ohne jegliche Probleme „aufeinander gehockt“ waren, als er mich nach Weihnachten besuchte, glaube ich, wir meistern auch dieses kurze Zusammenziehen und den Alltag wunderbar. Ich werde außerdem seine Eltern und Freunde kennen lernen. Meine Eltern und meinen Freundeskreis hat er ja schon mit seinem Charme verzaubert. Ich hoffe, bei mir läuft es auch so gut.

Zurück zum Thema Uni: nach den Klausuren und bevor ich mein Studium abschließen kann, kommt natürlich noch der Endgegner – die Masterthesis. Einen Platz an meinem Wunschlehrstuhl habe ich glücklicherweise schon. Mein Betreuer ist Professor und Lehrstuhlinhaber und soll recht gute Noten vergeben. Meine erste Sprechstunde habe ich erst in vier Wochen, aber irgendwie bin ich schon etwas aufgeregt. Ich weiß bisher nur, dass ich zum Thema „Innovationsmarketing“ schreiben möchte. Eine speziellere Fragestellung habe ich mir noch nicht überlegt und hoffe ich kann mit meinem Betreuer etwas brainstormen.

Wenn alles nach Plan läuft kann ich meine Masterthesis Ende Juli abgeben. Leider werde ich zum Studiumszeugnis nicht mehr die Gesamtnote erreichen können, die ich mir zu Beginn gewünscht hätte. Der Master ist mir schwerer gefallen, als ich dachte und meine Mitstudenten waren in den Klausuren einfach besser. Wenn ich die mir aktuell noch fehlenden Noten realistsisch schätze, erreiche ich keinen Schnitt mehr über 2,1 – während meine Kommilitonen alle mit einem Einser-Schnitt glänzen. Das bereitet mir ein bisschen Sorgen, da Jobs im Marketing beliebt sind und man folglich, um seinen Traumjob zu ergattern, gut sein muss. Aber ich hoffe, ich kann wenigstens mit meinen Praktika, Auslandserfahrungen und meiner sympatischen Art aus der Masse hervorstechen. 😉 Während ich an meiner Thesis schreibe werde ich gleichzeitig jedenfalls eine Flut an Bewerbungen nach ganz Deutschland herausschicken. Das wird schon irgendwie klappen.

Sobald ich also meine Thesis geschrieben und (m)einen (Traum)job sicher habe, geht es an meine (wahrscheinlich vorerst letzte) längere Reise. Ich habe es bereits schon mal geschrieben und der Gedanke kristallizierte sich die letzten Wochen immer mehr und mehr heraus, bis daraus ein konkreter Reiseplan wurde: ich möchte einen USA-Trip machen. Er soll 11 Wochen andauern, mitte August geht es los. Ende Oktober komme ich zurück um dann Anfang November mit dem Ernst des Lebens zu beginnen. Die ersten paar Wochen in den USA soll mich mein Freund begleiten (er hat noch nicht konkret zugesagt, aber er klang sehr begeistert) und die letzten ein bis zwei Wochen werde ich Mr Regisseur in LA besuchen. Dazwischen bin ich alleine, aber ich war schon oft genug alleine reisen, sodass es für mich kein Problem sein sollte. Aufgeregt deswegen bin ich natürlich trotzdem. Und ich mache mir ein paar Sorgen, ob mein Budget reichen wird. Aber wenn nicht, dann fliege ich eben früher zurück. Die Erfahrung war es dann auch wert. 🙂 Den Flug habe ich noch nicht gebucht – aber so klar, wie sich mein Plan kristalliziert hat, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich es durchziehe.

Und damit wären wir auch schon am Ende meiner Vorstellungskraft für die Zukunft. Ich bin ja schließlich keine Wahrsagerin. 😉 Was ab November passiert, wenn ich anfange zu arbeiten, kann ich nicht sagen. – Aber verdammt, ich freue mich aber schon auf dieses Jahr! Hallo 2018!

 

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Bye bye 2017!

Nun bin ich bald schon wieder einen Monat in Deutschland. Über einige Erfahrungen und Ausflüge habe ich ja bereits in den letzten paar Beiträgen bereichtet, aber ich habe vor noch ein bisschen mehr darüber zuschreiben. Heute will ich, mit 16 Tagen Verspätung, endlich in meinem Tagebuch das alte Jahr verabschieden und das Neue einläuten. 😉

Meine Weihnachtstage mit Kreise der Familie waren toll und wie immer genieße ich die Zeit sehr. Aber rückblickend muss ich sagen, dass es nichts Besonderes war. Vielleicht habe ich einfach schon zu viele Weihnachten auf die gleiche Art und Weise gefeiert.

Zu Silvester standen, genau wie zu Weihnachten, keine besonderen Pläne an. Ursprünglich wollte mein Freundeskreis von Zuhause (der aus meinen allerbesten Freunden besteht) nach München, da eine von uns seit Kurzem dort in einer kleinen WG wohnt. Aber nachdem wir, dank mir, um ein paar mehr Gäste anwuchsen, verschoben wir die Örtlichkeiten auf das Haus der Eltern meiner besten Freundin, in dem wir letztes Jahr schon gefeiert haben. Das bot dann auch Platz für alle zehn Leute. Erfreulicherweise kam nämlich meine Mitbewohnerin aus Finnland mit ihrem Freund zu uns. Nachdem wir während des Auslandssemesters fast schon unzertrennlich waren und nach unserem Rückflug zwei Wochen nicht mehr gesehen haben, war es wirklich schön, sie wieder zu treffen!

Und natürlich, wie angekündigt, war Mr Hashtag ebenfalls über Silvester zu Besuch. Er kam sogar schon nach Weihnachten und blieb ganze 13 Tage! Unser Wiedersehen und die Tage zusammen waren mal wieder wie ein wahrgewordener Traum.

So sahen also meine letzten paar Tage und Wochen in meiner Heimat aus. Zurück in meine Unistadt fahre ich erst nächste Woche. Bis dahin lerne ich ganz stressfrei noch ein bisschen und genieße sonst die ruhige Zeit. Denn der Unistress wird früh genug losgehen: dieses Jahr beende ich nämlich endültig mein Studium. Zu was das bedeutet und was sonst noch in 2018 ansteht, erzähle ich später mehr.

Jetzt kommt erstmal der Rückblick zum vergangenen Jahr. Denn ich hatte mir im Januar so einige Ziele vorgenommen. Nach dem ersten Drittel hatte ich schon ein Zwischenfazit gezogen und nun folgen meine endgültigen Ergebnisse. 😉

  1. Täglich 15 Minuten Yoga machen.

Im April hatte ich ja schon gebeichtet, dass ich kein Yoga mehr gemacht habe. Soweit ich mich zurückerinnern kann, fand ich auch im restlichen Jahr keinen Anschluss mehr. Immerhin war ich (wie jedes Semester) fleißig im Yoga-Kurs an der Uni. Den habe ich prompt vermisst, als ich im Ausland war. Dafür habe ich mich nach dem Sport zumindest immer ausgiebig gedehnt und darin eine kleine entspannende Routine entwickelt.

Seit ein paar Tagen habe ich das tägliche Yoga Zuhause wieder aufgenommen. Motiviert hat mich die sympatische Youtuberin und Yoga-Lehrerin Mady Morrison mit ihrer 30-Tage Challenge. Ihre Yoga-Sequenzen bringen direkt Abwechslung in meine sonst immer gleichen Yogaübungen. Vielleicht kann ich so den Yoga in meinen Alltag wieder etwas integrieren.

  1. Täglich Nachrichten sehen (oder lesen)

Leider leider muss ich sagen, dass ich hier nicht mehr so konsequent dabei geblieben bin wie noch im April. Ab dem Sommer habe ich diesen Vorsatz vernachlässigt, als ich im Lernstress war. Auch in Finnland habe ich mir dann wegen der vielen Ausflüge kaum eine Minute genommen dafür. Shame on me. Dabei ist mir das wirklich immer noch wichtig.

  1. Mehr lesen: Mindestens zwei Stunden pro Woche

So ganz genau nehme ich es hier nicht, aber ich bin auf jeden Fall zufrieden mit meinem Lese-Pensum dieses Jahr. Zwischendurch habe ich für ein bestimmtes Buch ziemlich lange gebraucht und bin sicher nicht auf die zwei Stunden pro Woche gekommen. Aber jetzt im neuen Jahr habe ich mittlerweile schon ein bisschen was an der Zeit reingeholt. 😉

  1. Fotografie: Mindestens einmal im Monat für zwei Stunden Fotografieren und zwei Stunden Bearbeiten oder mich durch Videos, Lesen … dazu weiterbilden.

Ja! Natürlich habe ich sehr viele Fotos machen können während ich auf Reisen war. 🙂 Wenn ich ganz streng mit mir bin, habe ich allerdings nicht die Fortschritte gemacht, die ich mir zum Anfang des Jahres gewünscht hätte. Auch arbeite ich immer noch mit GIMP, was auf meinem Anfängerniveau in Bildbearbeitung leider nicht so viele Möglichkeiten bietet. Ich würde mir ja wirklich gerne Photoshop wünschen. Was die Fotografie selbst angeht, kann ich mir in Zukunft viel von meinem Freund abgucken. Er ist selbst ein toller Fotograf!

  1. Mehr Follower auf Instagram (1000 bis zum 31.12.)

Wieder nope. Noch nicht mal die Hälfte (aber immerhin nur knapp darunter 😀 Also zumindest sind es „mehr“ geworden). Ich hatte einfach keine Lust mehr auf dieses heuchlerische Folgen/Entfolgen, tausende Bilder liken und kommetieren und täglich Posts hochladen, nur um auf meinen Account aufmerksam zu machen. Die Fotos, die ich hochlade, finde ich aber selbst sehr schön. Also ich würde mir selbst ja folgen. 😉 Es ist also sicher nur eine Frage der Zeit, bis ich mal entdeckt werde und meine Karriere als Influencerin starten kann. 😛

  1. Mindestens ein Mal die Woche Bouldern gehen

Wie schon im April angedeutet, kam die Motivation zum Bouldern bis zum Ende des Jahres nicht mehr. Was ich allerdings nicht schlimm finde. Einerseits, weil ich eh (gefühlt) tausend andere Sportarten mache und andererseits, weil meine Kraft und Technik nicht gelitten haben während den letzten acht Monaten unregelmäßigen Boulderns. Denn: ich gehe zur Zeit wieder häufig (seit ich wieder in Deutschland bin) und habe mich null verschlechtert. Yeah. 🙂 Ich mache weiterhin das Bouldern einfach nur zum Spaß und ohne Druck. Das ist wohl die Lösung für mich.

  1. Mindestens ein Mal die Woche Laufen

Ja, ja, ja! Außer, wenn ich mit 40 Grad Fieber krank im Bett lag oder irgendwo in den tiefsten Regionen Finnlands unterwegs war, habe ich mich an diesen Vorsatz gehalten und mein Ziel erreicht. 🙂 Runtastic sagt: 68 Einheiten und 429,5 Kilometer im Jahr 2017.

  1. Einen Halbmarathon laufen bis Ende 2017

Auch hier wieder: Jaaaa! Einen wunderbaren Halbmarathon in NRW habe ich absolviert – in einer Zeit, die ich mir nicht mal erträumt hatte: 2 Stunden und 6 Minuten. Das war wirklich ein Erlebnis und ich bin unglaublich stolz auf mich. Es war sicher nicht mein letzter Halbmarathon, denn ich bin überzeugt, dass ich es mit ein bisschen Anstrengung sogar unter 2 Stunden schaffe. Challenge accepted. 🙂

  1. Wieder fitter werden

Im Prinzip kann ich die Worte meines Zwischenfazits nochmal genau so übernehmen. 😉

Ich wiege immer noch diese fiesen sieben Kilo mehr als vor 2,5 Jahren, aber immerhin habe ich nicht mehr weiter zugenommen. Dadurch würde ich sogar schließen, dass sich meine Hormone wieder eingependelt haben, nachdem ich vor 14 Monaten die Pille abgesetzt habe. Die Zahl auf der Waage stört mich nachwievor, aber die Zunahme sehe ich nicht im Spiegel und frage mich immer noch, ob das denn tatsächlich Muskelmasse sein kann?

Und nun wortwörtlich vom April: „…und da „fit sein“ sich eigentlich nicht auf das Gewicht bezieht: ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich fitter bin als ich es noch Ende 2016 war. Schon alleine, weil ich schneller laufe und solche coolen Dinge wie Kopfstände und die Krähe (Yoga) jetzt schaffe.“ Außerdem habe ich einen verdammten Halbmarathon geschafft – also hallo?! 😉

  1. Single bleiben im Jahre 2017 bzw. mich selbst lieben lernen!

Teil eins des Ziels, wie ihr alle wisst: nein. 😀 Ich habe im Mai noch unschuldig vor mich hingetindert und hatte eigentlich keine allzu große Lust mehr darauf. Im Juli/August ließ ich mich dann, ohne groß etwas zu erwarten auf ein paar Dates mit einem Kerl ein, der mich durch freche Sprüche, süße Worte und lustigen Hashtags auf Instgram neugierig machte. Und ab dann nahm es seinen Lauf. Ich habe mich so heftig verliebt wie noch nie zuvor. Ich bereue keinesfalls, dass ich diesen Vorsatz nicht eingehalten habe.

Und außerdem folgte auf das Nicht-Erreichen des ersten Teils, das Erreichen des Zweiten (oder zumindest das Sehr-Viel-Näherkommens). Jetzt, wo ich eine Beziehung habe, merke ich noch deutlicher, dass ich keine brauche um mich selbst zu lieben. Es klingt widersprüchlich, aber so fühlt es sich an. Hätte ich keine Beziehung, würde ich genauso hier sitzen, hätte im letzten Jahr genau die gleichen Dinge getan, hätte genau die gleichen Ziele erreicht, wäre genau die gleiche Person, die ich jetzt bin. Es hat sich nichts verändert an mir. Mein Freund ist die Kirsche auf meiner sowieso schon leckeren Torte des Lebens. Sie macht die Torte nicht weniger gut, noch macht es sie besser. Und wenn irgendwo so ein kleines Klümpchen mal nicht ordentlich verrührt wurde und ich reinbeiße – dann verziehe ich eben das Gesicht. Aber hey, es gibt noch so viel mehr leckeren Kuchen auf meinem Teller. 😉

Und das war doch eine wunderbare Metapher um meine Aufzählung zuende zu bringen und damit das verganene Jahr Review passieren zu lassen. 🙂 Da dieser Eintrag recht lange geworden ist, werde ich das neue Jahr in einem eigenen frischen Tagebucheintrag willkommen heißen. Also stay tuned!

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Das erste Drittel – Ziele einer Studentin

Es ist April! Das heißt: das Wetter wechselt nach Belieben zwischen Regen und Sonnenschein, die Abende bleiben hell, die Frühlingsgefühle kommen und ein Drittel des Jahres ist schon vorbei! Dabei war doch gestern erst Silvester, oder? Zu Beginn des Jahres hatte ich mir einiges vorgenommen. Hier zur Erinnerung mein Tagebucheintrag dazu: Ziele einer Single-Studentin.

Anlässlich dessen, dass ich gerade mal wieder für die Ostertage die lange Reise Richtung Heimat antrete und die Züge jetzt brandneu mit W-Lan ausgestattet sind, nutze ich die Zeit (und das Datenvolumen) für eine Bestandsanalyse meiner gesetzten Ziele.

  1. Täglich 15 Minuten Yoga machen

Ähem… hier geht es schon los. Guuut, ich habe nicht täglich 15 Minuten Yoga gemacht bisher. Anfangs war ich noch sehr motiviert – bestimmt vier oder fünf Wochen habe ich abends vorm Schlafengehen Yoga gemacht. Naja, und dann wurde ich nachlässig und das Bett lud mich früher zu sich ein. „Ich bin so müde, die 15 Minuten lege ich mich lieber schon ins Bett.“ Tja, dann bin ich nicht mehr in den Flow gekommen. So ist es bei mir bisher oft verlaufen: es gibt wochenlange Phasen, an denen ich jeden Abend Yoga mache, dann wieder Phasen, an denen ich keine Lust darauf habe. Es kommen sicher bald nochmal Wochen, an denen ich wieder loslege. 😉

  1. Täglich Nachrichten sehen (oder lesen)

Das klappt relativ gut. Ich habe mir per Handy eine tägliche Erinnerung gesetzt, die mich um 14 Uhr fragt, ob ich heute schon Nachrichten gesehen/gelesen habe. Es gibt Tage, an denen ich den Vorsatz nicht einhalte, weil ich unterwegs bin, oder es einfach nach einer Zeit vergesse. Aber immerhin halte ich ihn die meiste Zeit ein.

  1. Mehr lesen: Mindestens zwei Stunden pro Woche

Joa… Wenn man die ganzen Vorlesungsskripte nicht mitzählt, dann hat dieser Vorsatz die letzten Wochen leider aufgrund meiner Klausurenzeit nicht mehr so hingehauen. Davor (im Januar) habe ich aber sogar recht schnell ein ganzes Buch geschafft. Und jetzt habe ich ja auch wieder mehr Zeit. 🙂

  1. Fotografie: Mindestens einmal im Monat für zwei Stunden Fotografieren und zwei Stunden Bearbeiten oder mich durch Videos, Lesen … dazu weiterbilden.

Gleicher Grund: leider konnte ich wegen meinen Klausuren nicht viel fotografieren oder mich darin weiterbilden. Aber das wird jetzt nachgeholt! Ich will unbedingt GIMP lernen!

  1. Mehr Follower auf Instagram (1000 bis zum 1.6.)

Hm okay, vielleicht war ich etwas zu optimistisch hier. Bis Juni klappt das sicher nicht mehr. Ich erhöhe meine Zeit auf Ende des Jahres. 😉 Ich habe schon einige Follower dazugewonnen, bin aber noch weit von den 1000 entfernt. Aber ich habe vieles gelernt in Hinsicht des Social Media. Für Instagram ist Interaktion (viel kommentieren, folgen und liken) wichtig. Und essentiell ist es, eine „Nische“ zu finden. Die habe ich endlich -nach sehr langem und anstrengenden hin und her- für mich entdeckt.

Lange habe ich mich gesträubt einen dieser unzähligen austauschbaren Fitnessaccounts zu werden. Die gibt es wie Sand am Meer und werden (mir zumindest) langweilig. Nur (leider) bringen die schnell viele Follower. Und außerdem mache ich nun mal sehr viel Sport. Also habe ich zumindest nun einen Kompromiss für mich gefunden. Es hat mit Fitness zu tun, aber es ist nicht so austauschbar – und es macht mir Spaß mehrmals die Woche neue Fotos zu dem Thema zu posten. Denn seit ich den Kopfstand gelernt habe (worauf ich sehr stolz bin), mache ich ihn ständig und überall. Das gibt ganz nette Fotos. Die poste ich – unter anderem mit weiteren Bildern meines Lebens. Sobald ich einen Handstand kann, werden fleißig Fotos von denen gepostet. 😃 Es scheint auch der Instagram-Gemeinde zu gefallen. 😉

  1. Mindestens ein Mal die Woche Bouldern gehen

Wieder: während der Klausurenzeit habe ich es nicht geschafft. Und irgendwie ist meine Motivation zum Bouldern nicht mehr so hoch. Dafür mache ich lieber anderes. Das Calisthenics habe ich seit Februar für mich entdeckt und setze mir hier ständig neue Ziele – also Übungen/Posen wie dem Kopfstand und Handstand, die ich fast täglich hochmotiviert übe. Bouldern macht mir zwar (meistens) noch Spaß, aber ich habe nicht mehr die Motivation mich darin großartig zu steigern. Vielleicht kommt die wieder. Und wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm.

  1. Mindestens ein Mal die Woche Laufen

Jawoll, endlich etwas, bei dem ich einen fetten grünen Haken dahinter setzen kann! 😉 Seit Januar war ich mindestens einmal die Woche Laufen (außer die eine Woche, in der ich mit 40 Grad Fieber im Bett lag). Ich habe mich sogar in meiner Zeit verbessert und es macht mir wieder Spaß!

  1. Einen Halbmarathon laufen bis Ende 2017

Und noch etwas, bei dem ich bald einen Haken setzten kann! Ich habe mich vor ein paar Wochen zu meinem ersten Halbmarathon angemeldet! Ich bin schon sooo gespannt! In weniger als fünf Wochen ist es soweit!

  1. Wieder fitter werden

Läuft ganz gut bisher. 😊 Ich wiege mich leider wieder öfter – was ich nicht tun sollte (gegeben meiner Vergangenheit bezüglich Figur/Essen)… Aber es tut sich hier sowieso nichts. Ich wiege sieben Kilo mehr als noch vor zwei Jahren (und nehme die auch nicht ab) – aber ich sehe diese sieben Kilo mehr nicht im Spiegel. Kann das alles Muskelmasse sein? Die Zahl stört mich sehr. Aber langsam gefällt es mir wieder, was mir der Spiegel zeigt, also ist das in Ordnung. Naja, und da „fit sein“ sich eigentlich nicht auf das Gewicht bezieht: ich würde auf jeden Fall sagen, dass ich fitter bin als ich es noch Ende 2016 war. Schon alleine, weil ich schneller laufe und solche coolen Dinge wie Kopfstände und die Krähe (Yoga) jetzt schaffe.

  1. Single bleiben im Jahre 2017 bzw. mich selbst lieben lernen!

Joa, Single bleiben läuft, haha. 😀 Mich selbst lieben lernen – hm –  ist es vermutlich wie bei jedem normalen Menschen: es gibt gute und schlechte Tage. Aber die Guten überwiegen eindeutig. Ich habe zu Beginn des Jahres zu diesem Punkt geschrieben: „ich möchte gerne Single sein“. Diese Aussage kann ich sogar mittlerweile bejahen. Dazu schreibe ich aber einen extra Tagebucheintrag. Es gibt hier mehr zu sagen. 😊

Auch wenn ich bei nicht allen Punkten bisher einen Haken setzen kann, bin ich trotzdem zufrieden und stolz auf das, was ich im ersten Drittel des Jahres geschafft hab. Ich weiß, dass ich den vernachlässigten Punkten jetzt wieder mehr Beachtung schenken kann und bin schon gespannt, wie gut die nächsten zwei Drittel des Jahres laufen werden. 🙂

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Ziele einer Single-Studentin

Ich höre ständig, dass viele diesen „Quatsch“ mit guten Vorsätzen zum Jahresbeginn nicht mitmachen, blabla. Ist okay, aber ich mache den mit. 😀 Ich finde es super, sich zum Jahresbeginn überlegen zu können, was man zum Jahresende erreicht haben möchte. Erst heute habe ich gelesen, dass man es nicht „Vorsätze“ nennen sollte, sondern „Ziele“. So nenne ich es nun auch. Vorsätze kann man brechen, auf Ziele arbeitet man hin!

Letztes Jahr hatte ich vier Vorsätze:

  • Entscheidungen treffen und dazu stehen
  • Selbstsicherer sein
  • gelassener sein und genießen können
  • weniger Gedanken darüber machen, was andere über mich denken

Im Punkt zwei bis vier habe ich mich im vergangenen Jahr wirklich weiterentwickelt. Natürlich bin ich darin kein Meister geworden, das kann aber wohl niemand von sich behaupten. An Punkt eins muss ich noch arbeiten. Ich bin wirklich nicht entscheidungsfreudig.

Zu den Punkten möchte ich noch anmerken: die Vorsätze hatte ich mir vorgenommen und aufgeschrieben, als ich in meiner misslichen Beziehung mit Mr. Schützenverein steckte. So lange ich mit ihm zusammen war, hat sich an den Punkten nichts getan. Aber danach ging es bergauf (wie man gut in meinen Beiträgen nachvollziehen konnte). Das ist wohl wieder ein Zeichen. Und führt gut zu einem meiner 2017er Ziele…

Dieses Jahr nehme ich mir ein paar handfeste Punkte vor. An den obigen Punkten arbeite ich natürlich weiter. Das ist aber sicherlich eine Lebensaufgabe. 😀 Solange ich mich in den Punkten stetig verbessere, bin ich zufrieden.

Meine 10 Ziele für 2017 sind:

  • 1. Täglich 15 Minuten Yoga machen – weil ich bereits aus Erfahrung weiß, dass es mir gut tut.
  • 2. Täglich Nachrichten sehen (oder lesen) – damit ich informiert bin und um mich weiterzubilden. Ich hasse es, uninformiert zu sein.
  • 3. Mehr lesen: Mindestens zwei Stunden pro Woche – weil ein gutes Buch oder ein guter Artikel Spaß machen, aber ich mir oft nicht die Zeit dafür genommen habe.
  • 4. Fotografie: Mindestens ein Mal im Monat für zwei Stunden Fotografieren und zwei Stunden Bearbeiten oder mich durch Videos, Lesen … dazu weiterbilden – weil ich es lernen möchte und mich verbessern möchte.
  • 5. Mehr Follower auf Instagram (1000 bis zum 1.6.) – einfach weil ich wissen will, ob ich es schaffe. 😉
  • 6. Mindestens ein Mal die Woche Bouldern gehen – weil ich endlich Regelmäßigkeit finden will und auch darin besser werden möchte!

Das waren wohl die „einfacheren“ Ziele, bei denen ich nur diszipliniert genug sein muss, sie durchzuhalten bzw. mir Zeit dafür schaffen muss. Hier kommen diejenigen Ziele, die mehr Überwindung kosten werden:

  • 7. Mindestens ein Mal die Woche Laufenweil ich dieses Jahr einen Halbmarathon schaffen will.
  • 8. Einen Halbmarathon laufen bis Ende 2017 – weil ich es endlich mal anpacken will!
  • 9. Wieder fitter werden – das lief 2016 nicht so gut. Dafür wird es 2017 umso besser! (jaa, ich weiß – das nimmt sich jeder zum Vorsatz. 😉 Bei mir genauer: ich will wieder zurück zu meiner Form von 2015! Oder noch besser!)

And last, but not least:

  • 10. Single bleiben im Jahre 2017 bzw. mich selbst lieben lernen!

Der letzte Punkt gefällt mir am Besten! 😉 Der Gedanke mir das vorzunehmen, kam mir schon im letzten Monat. Kurz darauf, ohne dass ich es ihr erzählt hätte, schickte mir meine beste Freundin folgendes Bild:

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Wenn man es so ausdrückt, klingt es etwas erbärmlich…

Ich nehme mir es vor, weil ich keine Lust mehr habe, mir ständig Gedanken darüber zu machen. Ich will gerne Single sein und ich will mir selbst genügen. Ich will niemanden brauchen. Ich will mich selbst lieben.

Dieser Selbstliebe-Teil ist im Prinzip wieder eine Lebensaufgabe. Und wenn ich mir es als Ziel setze, arbeite ich bewusst daran.

Also auf gehts! Auf in ein erfolgreiches Jahr 2017!

Ich bin ein Langweiler.

Boah ich bin gerade so angepisst. Ich sitze zwar in der Arbeit (und schreibe verbotenerweise an meinem Arbeitscomputer) aber ich muss das unbedingt loswerden, sonst wird es kein guter Tag mehr.

Ich habe mich gerade beleleidigen lassen müssen. Vermutlich war es nicht seine Absicht, dass es mich so sehr trifft. Er sagte auch „ist nicht böse gemeint“. Aber es macht mich schon wütend und ein bisschen traurig. Und das wahrscheinlich weil ich wohl Angst habe, dass ein Fünkchen Wahrheit dabei ist.

Ich bin ein Langweiler.

Er sagte es hauptsächlich, weil ich gestern Abend um halb 11 ins Bett gegangen bin. Heute morgen musste ich wieder um 5:45 Uhr aufstehen und ich schlafe eben gerne genug. Genug sind für mich 7,5 Stunden. Das habe ich so für mich herausgefunden und versuche ich beizubehalten. Schlafe ich weniger bin ich den ganzen Tag müde. Schlafe ich mehr, ist das im Prinzip verschwendete Zeit, weil ich einfach nicht mehr brauche. Ja, klingt schon irgendwie spießig, das gebe ich zu. Aber wieso sollte ich um Zehn Uhr abends aus dem Bett springen um meinen Nachbarn zu treffen und ein Pläuschchen zu halten?

Aus Spaß schreib ich ihm, dass die WHO sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht empfehlen würde. Keine Ahnung ob das stimmt. Man liest es immer wieder und deswegen klang es für mich einfach schlau die WHO davor zu setzen. Heute morgen schrieb er mir dann, dass man das Gefühl habe, ich würde den ganzen Tag nur Studien lesen und danach leben wollen. Ahja.

Mit ihm (er ist mein Fast-Nachbar, ich nenne ihn mal Blondi) – schreibe ich in letzter Zeit viel und oft über Ernährung und Fitness. Er studiert Sport und interessiert sich für diese Themen. Seit ich meinen Mr Höflich nicht mehr habe, den ich nach Rat und Meinung zu denThemen fragen kann, muss eben Blondi herhalten. Ich habe mich mit ihm über Low Carb, die „perfekte“ Kalorienanzahl, Trainingspläne und Internet-Fitnessgurus unterhalten. Vielleicht habe ich es auch übertrieben? Vielleicht fühlte er sich unter Druck gesetzt, so zu tun als wüsste er viel? Jedenfalls lese ich ja angeblich andauernd Studien und lebe danach, anstatt mein eigenes Leben zu leben.

Ja, ich lese viel über Ernährung und Fitness. Weil mich diese Themen sehr interessieren. Es sind aber keine Studien, die ich lese. Außer Facebook, Instagram und Youtube sind qualifizierte Quellen? Ich denke nicht. Und ich denke auch, dass er sich sein Wissen auch durch eigenes Interesse und Lesen angeeignet hat. Als ich wegen seiner Beleidigung eine Diskussion angefangen habe, hat er meine Argumentation nicht verstanden. Oder wollte sie nicht verstehen. Jetzt schreibt er mir nicht mehr. Und ich habe auch keine Lust mehr mit jemanden zu schreiben, der mich als Langweiler bezeichnet.

Dass mich dieser Begriff so stört, bedeutet eigentlich nur, dass ich Angst habe er könnte tatsächlich auf mich zutreffen. Ja, ich habe vergangenes Wochenende tatsächlich nichts unternommen. Ja, ich liege abends gerne im Bett und gucke Serien, statt mich mit jemanden in einer Kneipe auf ein Bierchen zu treffen. Ja, ich lerne tagsüber für meine Klausuren. Aber nein, ich bin nicht unzufrieden mit meinem Leben. Weil ich diszipliniert bin habe ich eben ein Abi von 1,8 geschafft. Weil ich diszipliniert bin, habe ich mir einen Auslandsaufenthalt und ein Auslandssemester organisieren können. Weil ich diszipliniert bin, ist mein momentaner Notenschnitt im Bachelor bei 1,9. Weil ich diszipliniert bin, habe ich im Moment Erfolg im Fitness und bin stolz auf meinen Körper.

Natürlich hätte ich gerne letztes Wochenende etwas unternommen. Ich hätte einige Leute anschreiben können. Ich habe es aber nicht getan. Etwas ärgert es mich schon. Aber anscheinend war die Motivation nicht groß genug. Anscheinend wollte mein Gehirn sich einfach lieber die zweite Staffel Suits angucken und am nächsten Tag früh aufstehen. Dann war das halt so. Es wird Wochenenden geben, an denen ich viel unternehme. Viele Freunde treffe. Keine Sekunde Langeweile verspüre.

Aber ist man denn gleich ein Langweiler, nur weil man mal ein Wochenende nichts unternimmt und früh ins Bett geht?