Hallo, ich will Aufmerksamkeit

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Vergangene Woche fand für alle Ersties die Einführungswoche statt. Ich bin zwar kein Ersti mehr, aber da ich im Sommersemester mit dem Master angefangen habe (was eher untypisch ist), gab es für uns keine „ordentliche“ Einführungswoche. Als Pseudo-Master-Erstis nahmen ein paar Kommilitonen und ich also an der Woche teil. Wir haben dabei natürlich noch ein paar nette Leute kennengelernt, die mit uns studieren werden und hatten eine Menge Spaß. Besonders die Stadtralley am Donnerstag war legendär: sieben Stationen mit Trinkspielen, Bombenstimmung und coolen Leuten, danach ging es gemeinsam in einen großen Club zum Feiern. Mit meiner blonden Model-Freundin tanzte ich fast die ganze Nacht auf der Box vor der Tanzfläche bis wir uns um vier Uhr auf den Heimweg machten. Kerle brauchten wir nicht klar machen, Bachelor-Erstis wären uns eh zu jung und ich jongliere sowieso schon mit ein paar Männern hier und da. 😉 Es war ein toller Abend und ich freue mich auf die nächsten Parties dieses Semester. 🙂

Am Mittwoch hatte meine Mitbewohnerin Geburtstag, am Freitag wollte sie dann noch ein bisschen nachfeiern. Da sie noch nicht lange hier wohnt, kannte sie nicht viele, also wurde daraus „nur“ gemütliches Kuchen essen. Für nachmittags hatte sie ihren Bruder eingeladen. Ich erwartete nicht viel, aber was da plötzlich vor unserer Tür stand, war schon sehr nett anzusehen. 😉 Leider ergab sich im Gespräch, dass er bereits seit längerem eine Freundin hatte. Trotzdem ein sehr sympatischer Kerl mit dem ich direkt auf einer Wellenlänge war. Nachdem er gegangen war, konnte ich natürlich meine Klappe nicht halten und musste meiner Mitbewohnerin sagen, was sie für einen sympatischen Bruder hatte, aber es ja schade wäre, dass er ne Freundin hat. Kurz darauf bekam sie eine Nachricht von ihm, in dem er sich erkundigte, wie alt ich denn sei. 😀 Aber auf ihr Nachfragen, wieso er das wissen wolle, kam nur ein „nur so.“ Naja… man sieht sich immer zwei mal im Leben. Und gucken darf man ja. 😉

Beinahe wäre gestern noch ein Treffen mit Mr Schützenverein zustande gekommen. Mr Schützenverein, fragt ihr? Ja, er hatte mich ja vor einigen Wochen (bereits bevor ich in der Heimat war) gefragt, ob ich mit ihm nochmal für Sex treffen würde. Ich hatte nun lange genug Zeit gehabt zu überlegen. Als er mich vergangene Woche nochmal anschrieb, hatte ich mich entschieden. Unser Sex war damals wirklich sehr gut gewesen und wieso sollte man so etwas nicht nochmal ausnutzen dürfen. Gefühle sind da sicherlich keine mehr im Spiel. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass er ein Arschloch ist. Aber ein bisschen die Situation ausnutzen schadet keinem.

Wir hatten eigentlich Samstag vormittag ausgemacht. Allerdings hatte ich am Tag zuvor zu viel gegessen und zu wenig geschlafen… Da rebelliert mein Magen sehr schnell. Darunter leidet natürlich die Lust, also sagte ich ihm ab. Wir machten aber direkt ein Treffen für Sonntag Abend aus. Vielleicht klappt es da. Und wenn nicht, ist es auch nicht die Welt für mich.

Wie im letzten Beitrag angekündigt, kann man sich bestimmt gut ein Bild machen, wie ich als Single drauf bin. Meine Mitbewohner, die mich zuerst kennengelernt hatten, als ich noch in einer Beziehung mit Mr Schützenverein war, erkannten jetzt schnell, dass ich sehr flirt-lustig bin – und viel feiern kann und will – und viele Männer kennen lerne. Vielleicht übertreibe ich es zur Zeit auch…

Ich habe gerade viel Spaß am Leben und strahle das auch aus. Als ich meiner Mitbewohnerin von der schüchternen Art von Mr Schlagzeuger erzählte, meinte sie, das komme sicher daher, weil ich ihn mit meiner selbstbewussten Art einschüchtere. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich selbst nie als selbstbewusst gesehen. Früher war ich immer die schüchterne graue Maus. Sicherlich gewann ich, je älter ich wurde, an Selbstbewusstsein. Aber „mutig“ bin ich nicht. Ich traue mich immer noch nicht, mich vor einer Gruppe von Leuten zu Wort zu melden. Wenn ich etwas erzähle, versuche ich immer schnell zum Ende zu kommen, damit die Aufmerksamkeit ja nicht zu lange auf mich gezielt ist. Ich mag es nicht gerne im Mittelpunkt zu stehen…

Aber wenn es darum geht, vor Männern gut darzustehen, dann will ich Beachtung. Ich genieße es, dass ich zur Zeit wohl wie eine begehrenswerte Frau wirke. Aber ist das „Selbstbewusstsein“? Oder ist das eher meine Verunsicherung? Vielleicht bin ich immernoch ein schüchternes Mädchen und suche zur Zeit verstärkt die Aufmerksamkeit von Männern, um mich gut zu fühlen. Das wäre traurig.

Ich weiß, ich habe Freunde und Familie, die ich liebe und die mich gleichermaßen zurück lieben. Ich weiß, was ich kann und was ich will (meistens jedenfalls). Ich bin dankbar dafür was ich habe und erlebe. Ich sollte keinen zu hohen Fokus auf die Aufmerksamkeit von Männern legen. Vermutlich treibe ich sowieso schon meine Freundinnen und Mitbewohner mit meinem Mitteilungsbedürfnis in den Wahnsinn. 😀

Naja, mal sehen wie dieses Semester so verläuft. Zur Zeit habe ich wirklich Spaß am Leben und – auch wenn mir kurz dieser Gedanke kam – was solls? Ich genieße das Studenten- und Single-Leben, das ich gerade erlebe. 🙂

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Mr Schlagzeuger

Und das Glücksgefühl hält an. 🙂

Ich bin endlich wieder mein altes Selbst geworden. Ich bin wieder die lebensfrohe, flirt-liebende, unternehmungslustige Tagebuchschreiberin. Die Zeit mit Mr Schützenverein hat mich mehr heruntergezogen, als ich vermutet hatte. Während und kurz nach der Beziehung fühlte ich mich völlig ausgelaugt, irgendwie eingeschüchtert vom Leben. Woher das genau kam, kann ich nicht sagen. Aber ich kann sagen, dass ich nie wieder eine solche Beziehung eingehen möchte. Ich bin wieder ich selbst und möchte es bleiben. Ob alleine oder in einer Beziehung. „Wie“ ich tatsächlich genau bin, wird sicher in den nächsten Beiträgen klar. 😀

Seit letzter Woche gibt es wieder ein bisschen zu berichten:

Wie bereits angekündigt, konnten Mr Schlagzeuger und ich unsere Flirtereien auf der WG-Party am Samstag fortsetzen. Auf der Party entdeckten wir uns schnell und klebten ab da den ganzen Abend aneinander. Aber nur „verbal“. Wir unterhielten uns lange und gut, wechselten immer mal zwischen Gemeinschaftsraum, Balkon und Flur. Ständig liefen Leute an uns vorbei, darunter auch meine Mitbewohner und Freunde von mir. Sie hatten es sich wohl für den Abend zum Auftrag gemacht Mr Schlagzeuger und mich zu verkuppeln. Trotz Alkohol war Mr Schlagzeuger immer noch unglaublich schüchtern. Freundinnen meinten, wenn man uns von außen beobachtete, war es so offensichtlich, dass wir uns küssen wollten. Aber es kam nichts zustande. In der Situation selbst habe ich davon wenig bemerkt. Ich war ehrlich gesagt ganz glücklich damit, mich gut zu unterhalten. Bis die „Verkupplungsversuche“ auf das höchste Level hochfuhren. „Mensch, habt ihr euch immer noch nicht geküsst?!„, „Mr Schlagzeuger, so wird das aber nichts!„, „Jetzt trau dich doch mal!„. Alles Mögliche wurde uns von der Seite entgegen gerufen. Ich fand es lustig (im Nachhinein sogar noch lustiger, nachdem mir meine Mitbewohner von ihrer Strategie erzählten). Mr Schlagzeuger nervte es aber tierisch und flüchtete mit mir auf das Sofa auf dem Balkon. Dort schlang ich mutig (und beschwippst vom Alkohol) meine Beine über seine. Was wohl der endgültige Auslöser war. Er beugte sich zu mir und… küsste mich!

Und er küsste verdammt gut. 🙂

Den weiteren Verlauf der Party weiß ich garnicht mehr so genau. Meine Mitbewohner und Freunde freuten sich über ihre gelungene Verkupplung. Leider brachen sie aber schon bald auf (jedenfalls kam es mir so vor als wäre es sehr bald gewesen). Mr Schlagzeuger brachte dann wohl irgendwann seinen ganzen Mut auf und fragte mich, ob wir nicht auch mal ein Stockwerk tiefer in meine WG zurück gehen wollten. Klar, sagte ich. Dabei muss ich nun aber gestehen, dass ich schon sehr viel getrunken hatte zu dem Zeitpunkt, und mein Gehirn meist dann nur noch auf Automatik fährt. Ich dachte nicht weiter nach, ging mit ihm nach unten und wir knutschten in meinem Bett weiter. Mein mit „Automatik betriebenes Gehirn“ schlussfolgerte, dass es doch wohl nun zu Sex kommen würde. Ich zog ihm also sein T-shirt aus und eins folgte dem anderen.

Im Nachhinein glaube ich, der Arme war bestimmt etwas überrascht und überfordert. Der Sex war zwar gut (also so gut, wie er sein kann, wenn man betrunken das erste mal zusammen schläft 😀 ). Aber er hätte wahrscheinlich nicht sein müssen. Knutschen und irgendwann einschlafen wäre auch völlig okay, wenn nicht sogar besser gewesen. Aber was solls – jetzt ist es passiert. Und er meldet sich tatsächlich immer noch. 😉 Was aber eher mir erstmal zu verdanken ist..

Am nächsten Tag musste ich um 9 Uhr aufstehen, weil ich arbeiten musste. Er wusste Bescheid, dass er weiter in meinem Bett schlafen könne während ich weg war. Wie ich von meinem Mitbewohner (seinem Kumpel) erfahren habe, ist er wohl gegen Mittag irgendwann gegangen.

Am Tag darauf (Montag mittlerweile) unterhielt ich mich mit der Freundin, die mit mir auf der Party gewesen war (und Teil des „Verkupplungskomitees“). Ich erzählte ihr, dass Mr Schlagzeuger sich bisher nicht gemeldet habe und fragte, ob ich ihm schreiben sollte. Sie meinte, er wäre doch so ein schüchterner Typ, vielleicht würde er sich ja nicht trauen. Aber ich könne ihm ja schreiben.

Und da mir meine früher gesetzten „Regeln“ mittlerweile ziemlich schnuppe sind, schrieb ich ihm. Seitdem schreiben wir wieder ein bisschen hin und her.

Dienstag traf ich ihn im Fitnessstudio. Irgendwie war es etwas seltsam. Ich war bereits am Ende meine Trainings als er herein kam. Während ich zum Abschluss noch eine halbe Stunde Cardio am Crosstrainer machte, wärmte er sich auf dem Fahrrad auf. Ebenfalls die komplette halbe Stunde… Komisch auffällig, sich eine komplette halbe Stunde „aufzuwärmen“. Wohl nur damit er sich mit mir unterhalten könne. Er war auch merkbar nervös… Schon irgendwie süß. Aber selbstbewusste Männer finde ich einfach attraktiver.

Wann ich Mr Schlagzeuger wieder sehen werde, weiß ich nicht.

Damit dieser Eintrag nicht schon wieder ein Buch wird, kommen alle weiteren Neuigkeiten der letzten Woche im nächsten Beitrag. 😉 Stay tuned…

Back in the game

Seit wenigen Tagen bin ich wieder in meiner Uni-Stadt. Der Abschied fiel mir dieses Mal so schwer wie schon lange nicht mehr. Ich hatte eine so schöne Zeit. Dank meinen besten Freunden, mit denen ich dieses Mal so viel unternehmen konnte. Und auch dank Mr Tiger, der immer Zeit für mich fand, mit dem ich so viel Spaß und so intime, schöne Momente hatte. Schweren Herzens stieg ich in den Zug. Auf meine Uni-Stadt hatte ich garkeine Lust. Wieder Arbeiten müssen, wieder in unsere dunkle Souterrain-Wohnung, wieder Vorlesungen, Lernen, schlechtes Wetter, stressige Zeiten… Einfach ein Gefühl von „Null-Bock“.

Als ich in meiner Uni-Stadt ankam, war das Gefühl schon bald weg. Meine Mitbewohner freuten sich, dass ich wieder da bin. Meine Arbeitskollegin verpasste mir ein Update, was alles geschehen war und war dankbar, dass ich ihr wieder unter die Arme greifen kann. Ich traf eine gute Freundin zum shoppen und quatschen und zusammen mit meinen Mitbewohnern gingen wir abends feiern. Ich habe mich bereits wieder in meinem Lieblingsfitnessstudio angemeldet und ein erfolgreiches  Training absolviert. Heute abend feiert unsere Nachbar-WG eine riesen Party. Ich hab wieder so richtig „Bock“. Bock auf die Parties, bock auf die Uni, bock auf dieses Stadtleben, bock auf das Leben. Ich weiß nicht, woher dieses plötzliche Glücksgefühl kommt, aber ich genieße es in vollen Zügen.

Und für meine fleißigen Tagebuch-Leser noch eine lustige Geschichte, beruhend auf einer wahren Begebenheit des letzten Abends. 😀 Darin spielen die Hauptrollen:

  • ich natürlich 😉
  • meine beiden Mitbewohner: Mitbewohner „Techno-Hipster“ und halt der andere (für den ich gerade keinen Namen hab)
  • sein Kumpel, den ich ganz süß finde und in vorherigen Beiträgen bereits erwähnt habe. Deshalb bekommt er heute endlich einen Namen: Mr Schlagzeuger
  • mein Tinder-Date

Für die Geschichte hole ich ein bisschen aus. Bevor ich in die Heimat fuhr, matchte ich auf Tinder mit einem Studenten. Er wohnt nicht weit weg von mir und nach einigen Nachrichten hörte er sich bereits vielversprechend an: er reist gerne, ist sportlich und sieht auf seinen Fotos ganz gut aus. Wir wechselten zu Whatsapp und planten uns zu treffen, sobald ich zurück in meiner Unistadt war. Er erinnerte sich sogar an das Datum, an dem ich zurückkehrte und schrieb mir pünktlich. Da wir am nächsten Tag beide in der Nähe der Uni waren, verabredeten wir uns auf einen Kaffee am Nachmittag. Nervös war ich nicht. Mir war der potentielle Ausgang des Dates eigentlich recht egal. Ich musste immer noch viel an Mr Tiger denken.

Mein Tinder-Date und ich trafen am Treffpunkt aufeinander. Erster Eindruck auf jeden Fall sympatisch und er sieht aus wie auf den Bildern. Im Prinzip kein allzu auffälliges Aussehen, nichts besonderes, aber hässlich auf keinen Fall. Wir setzten uns, er bezahlte mir den Tee und wir quatschen. Oder besser gesagt: nur er quatschte. Ich hörte zu und ging mit einigen meiner Erzählungen auf seine ein. Dann ging es wieder um ihn. Und weiter nur um ihn. Und dies und das erzählte er mir auch noch von sich. Aha. Von mir will er wohl nichts wissen. So ging es das ganze Date lang. Auch während des zweiten Tees. Immerhin zahlte er mir den auch noch. Er erzählte von seinen Reisen, von seinen Erlebnissen im Studium, seinen Plänen, seinen Freunden. Und dass er abends auf eine Neueröffnung der Wohnheimskneipe gehen würde. Von der Neueröffnungs-Party hatte ich gehört, in der Kneipe war ich während meines Studiums vielleicht maximal zwei mal, und hatte nicht vor, dort heute Abend hinzugehen. Irgendwann ging unser Date zuende und wir verabschiedeten uns. Ich wünschte ihm einen schönen Urlaub (den er morgen früh antreten würde) und verkniff mir irgendetwas in der Art zu sagen, dass er sich ja melden könne. Furchtbar schlimm war das Date nun nicht gewesen, aber auch nichts besonderes. Er war nichts besonderes. Da war nix, was mich anzog. Ich denke, er habe das auch gemerkt und würde sich wahrscheinlich auch nicht mehr melden. Völlig okay für mich.

Ich kam nach Hause, ging noch kurz Lebensmittel einkaufen und lud eine Freundin ein zum Tee trinken und quatschen. Als wir abends zusammen in meinem Zimmer saßen klopfte mein Mitbewohner an der Tür. Sie würden heute Abend auf die Neueröffnungs-Party gehen, ob wir auch Lust hätten. Hmm… mein Tinder-Date musste ich jetzt nicht unbedingt nochmal sehen. Außerdem musste ich morgen arbeiten. Aber meine Freundin wollte gerne, also sagten wir zu. Schon bald landeten wir in unserer WG-Küche und tranken vor. Der Techno-Hipster hatte seinen Kumpel natürlich auch eingeladen, also saß schon bald Mr Schlagzeuger ebenfalls am Tisch. Es wurde immer später und ich hatte schon die Hoffnung, dass wir nicht mehr gehen würden. Natürlich störte sich keiner an der Uhrzeit und so bald es doch mal Zeit wurde aufzubrechen, wurde ich überredet für zumindest ein Bier mitzukommen. Na guuut.

Dort angekommen hielt ich Ausschau nach dem Tinder-Date. Nirgends zu sehen. Vielleicht war er doch schon ins Bett gegangen, weil er fit sein wollte, morgen seinen Urlaub anzutreten. Wir holten uns Bier und unterhielten uns gut in der Gruppe. Mr Schlagzeuger sah ständig zu, dass er immer neben mir stand. Er versuchte immer wieder, meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Schenkte ich ihm natürlich auch, ich finde ihn ja süß. Meine Freundin verabschiedete sich dann bald, da sie auch am nächsten Tag arbeiten musste, aber versicherte mir noch, ich solle an dem Typen dran bleiben: Er könne kaum die Augen von mir lassen…

Nach einer Weile ging einer meiner Mitbewohner mit seiner Freundin Kicker spielen. Hinter dem Kicker wurde ein Sofa frei, also machten mein anderer Mitbewohner (der Techno-Hipster), Mr Schlagzeug und ich es uns dort bequem. Ich landete in mitten der beiden Jungs. Mr Schlagzeugers Hand rutschte immer näher an meinen Oberschenkel. Zwischendurch wollte er immer wieder meine Armbänder begutachten. Typischer Männertrick… natürlich wollte er nur meine Hand halten. Er stellte sich dabei aber ganz schön ungeschickt an. Wenn er nicht meine Armbänder betrachtete, lagen meine Hände unbeholfen auf meinem Schoß. Irgendwann wurde ich doch neugierig: mal sehen, was er macht, wenn ich meine Hand offen auf mein Knie legte. Die Chance ergriff er und nahm endlich meine Hand. So saßen wir eine Weile händchenhaltend auf dem Sofa, unterhielten uns und beobachteten die Leute am Kicker vor uns.

Irgendwann näherte sich einer unserem Sofa und winkte mir zu. Aus Reflex winkte ich zurück. Dann wurde mir bewusst: das war mein Tinder-Date! Wie ulkig das wohl gerade aussah! Ich, zwischen zwei Jungs auf dem Sofa, mit einem hielt ich Händchen und winke meinem Tinder-Date zu…. Ich musste laut los lachen. Ich erzählte es direkt den Jungs, wer mir da gewunken hatte. Bereits früher am Abend hatte ich von meinem Date erzählt. Mr Schlagzeuger fand es auch urkomisch, dass mein Tinder-Date uns händchenhaltend sah.

Es wurde sogar noch besser: mein Tinder-Date stellte sich direkt vor uns zum Kickern und fing an mit meinem Mitbewohner und seiner Freundin zu zocken. Ich fand es etwas unhöflich, dass ich ihm bisher nur gewunken hatte und fühlte mich gezwungen, doch ein paar Wörter mit ihm zu wechseln. Ich löste mich also von Mr Schlagzeugers Hand, stand auf und ging zum Kicker. Mein Tinder-Date ist allerdings ein typischer Mann: Multi-tasking-Talent gleich null. Gut, war auch ungeschickt von mir zu versuchen, mich während des Kickermatches mit ihm zu unterhalten… Nach ein paar Sätzen ließ ich es also sein und setzte mich wieder auf das Sofa. Mein Mitbewohner und seine Freundin verloren das Match und stellten sich zu uns. Mein Tinder-Date zockte weiter. Da mein Mitbewohner von der neugierigen Sorte ist, und ständig wissen wollte, ob ich mein Date jetzt schon hier gesehen hatte, zeigte ich ihm, wer es war. Er drehte sich zum Kicker um, guckte, drehte sich wieder zurück zu mir, und fragte mich in einer SEHR lauten Stimme: „WELCHER IST ES?? DER MIT BRILLE ODER OHNE?!“. Mein Tinder-Date drehte sich zu uns und grinste. Alles wozu ich im Stande war, war meine Hände über den Kopf zu schlagen. Ich war jetzt wohl so unten durch bei ihm. Der meldet sich auf keinen Fall mehr.

Als die Situation verdaut war, wir darüber fertig gelacht hatten und es später wurde, brachen wir auf zu gehen. Ich wünschte meinem Tinder-Date nochmal einen schönen Urlaub und floh aus der Kneipe. Meine Mitbewohner, Mr Schlagzeug und ich liefen gemeinsam zurück und sagten uns gute Nacht. Mein Mitbewohner fordete mich auf, mit Mr Schlagzeug noch ein bisschen weiter zu flirten, schließlich habe er genau gesehen, dass wir Händchen gehalten hätten. Nein, darauf hatte ich keine Lust mehr. Ich würde ihn eh am Samstag auf der nächsten Party nochmal sehen. Bestimmt flirten wir da weiter…

Ich machte mich Bettfertig, stellte meinen Wecker für die Arbeit morgen und schlief zufrieden ein. Netter und lustiger Abend gewesen heute.

Am nächsten morgen zeigte mein Handy zwei Whatsapp-Nachrichten an. Eine von meiner Freundin und eine… von meinem Tinder-Date?!? „Ich sitze gerade tierisch betrunken im Flieger. 😀 Das Bier in der Kneipe hatte es in sich.. Nach meinem Trip können wir es gerne wiederholen wenn du Lust hast?!“

Hä? Hatte er denn garnichts mitbekommen?! Diese ganze Sache war noch lustiger, als ich dachte. 😀

Komische Konstellation (Teil II)

Fortsetzung von Komische Konstellation (Teil I)

Das geplante Date zwischen Mr Tiger und mir am Donnerstag war aber nicht das nächste mal, an dem wir uns wiedersahen. Ursprünglich hatte ich mit meinem besten Freund ausgemacht, an diesem Tag bouldern zu gehen, was ja nun ins Wasser fallen würde. Da ich ungerne meinen Sportplan umwerfe, schlug ich Mr Tiger vor, er könne doch dann zumindest am Mittwoch mit mir zum Bouldern. Ich hielt das für eine perfekte Idee, denn er hatte sowieso einige Kilos zugelegt, seit wir zusammen waren, und falls ihm der Sport gefällt, könnte er damit sicher gut weiter machen. (Wie uneigennützig ich doch bin. 😉 ) Wir nahmen einen weiteren Kumpel und seine Freundin mit. Mr Tiger war blutiger Anfänger und konnte natürlich nicht viel. Ich dagegen genoss es, ihm meinen Sport zu zeigen und mich selbst darin vorzuführen. 😉 Er hatte Spaß und war sofort dabei, als ich vorschlug, das ganze kommende Woche zu wiederholen.

Am Date-Donnerstag wusste ich immer noch nicht, was er geplant hatte. Ich liebe Überraschungen (was er auch wusste), deshalb fand ich es schön, nichts zu wissen. Abends lief ich zu seiner Wohnung (weniger als fünf Geh-Minuten entfernt) und nachdem er seinen Kram zusammengesucht hatte, stiegen wir ins Auto. Es ging in die Stadt. Als wir parkten fragte er mich, ob ich schon eine Ahnung hatte, wo es hingehen würde. Nein noch nicht. Die hatte ich dann erst, als wir eine mir sehr bekannte Straße entlang liefen. Das konnte doch nur… das Planetarium sein! Ich freute mich wie ein kleines Kind. Ich habe das Planetarium geliebt, wollte sogar sehr lange Astronomin werden (das dafür benötigte Physik-Studium schreckte mich aber doch ab). Heute fand dort eine kleine Veranstaltung mit Live-Musik und passender Bildershow in der Kuppel statt. Hammer Idee von ihm! Er erstaunt mich immer noch. Es war eine schöne (und sehr entspannende) Veranstaltung.

Danach plante er ein kleines Mitternachtspicnick auf unserem Dorf-Berg. Er hatte Decken, Weintrauben und Schokolade dabei. Den Wein hatte er vergessen. Was aber überhaupt nicht schlimm war, denn wir können eh über alles offen reden. Wieder kuschelten wir. Wieder redeten wir. Wieder gab es keinen Kuss.

Meine beste Freundin wurde schon ganz wahnsinnig. „Küsst euch doch endlich! Habt doch endlich Sex!“ Aber irgendwie brauchten wir das nicht. Ich genieße es einfach, in seiner Gegenwart zu sein. Ich genieße es, wie ich mich in seiner Gegenwart fühle, wie wir uns gegenseitig gut tun, wie sich unsere damalige Beziehung wieder vor meinen Augen abspielt. Wirklich schade, dass wir keine Zukunft miteinander haben können.

Auch dieser Abend ging irgendwann vorbei. Unser nächstes Treffen sollte am folgenden Wochenende sein, an dem die komischte aller Konstellationen zusammentreffen wird: ich bekam Besuch von Freunden meines Exfreundes, Mr Schützenverein. Vier seiner Freunde, mit denen ich mich damals schon gut verstand und jetzt immer noch viel Kontakt habe, wollten mich für einen Tag wegen des Oktoberfests besuchen kommen und bei mir schlafen. Da Mr Tiger und ich uns letztes Jahr zum Oktoberfest verpasst hatten, fragte ich ihn bereits vor mehreren Wochen, ob er zufällig an dem Tag gehen würde. Ja, vielleicht, er würde noch seinen Arbeitskollegen fragen. Auch meine beste Freundin wollte mitkommen. Kurz vorm Wochenende sagten dann sein Arbeitskollege und meine beste Freundin ab. Mr Tiger würde aber trotzdem gerne mitkommen. Ich hatte damit kein Problem, denn Mr Tiger kommt mit allen Menschen gut klar. Und mein Besuch ist zwar chaotisch, aber immer gut drauf. Also genau gesehen ist es nur äußerlich eine komische Konstellation: einer meiner Exfreunde, gute Freunde meines anderen Exfreundes und ich auf dem Oktoberfest. 😀

Fazit des Tages: „Mensch, wieso seid ihr denn nicht mehr zusammen? Er ist so ein toller Kerl! Ihr passt so toll zusammen! Tausend mal besser als Mr Schützenverein und du!“

Und endlich gab es sogar den Kuss, der so lange auf sich warten ließ. Und danach gab es noch mehr Küsse zwischen Mr Tiger und mir. Er konnte kaum die Finger von mir lassen. Er war froh um jede Sekunde, an der ich ihm meine Aufmerksamkeit schenkte. Er schoss mir eine Rose, machte Selfies mit mir, kuschelte sich an mich, war eifersüchtig, wenn sich andere Männer mit mir unterhielten. Und bei mir gab es Gefühlschaos… Nicht wegen eines anderen Mannes. Nur wegen ihm.

Kann man sich nochmal in seinen Exfreund verlieben? Darf man das? Sollte man das? War ich je nicht in ihn verliebt? Während der fünf Jahre (und ganz besonders wenn ich neue Männer kennenlernte) dachte ich an ihn. Ich dachte an unsere Beziehung. Wie schön sie gewesen war. Ob ich jemals wieder eine so perfekte Beziehung finden würde. Ob wir in weiteren fünf Jahren noch eine Chance hatten, wenn ich mit dem Studium fertig bin.

Dazu kamen weitere Gedanken: wie ernst meint er das Ganze? Tut er das nur, weil er zwar gerne Zeit mit mir verbringt, aber weiß, dass ich sowieso bald wieder weg bin? Weil er Nähe will, und ich gerade da bin? Weil wir damals eine tolle Zeit zusammen hatte, aber es in nächster Zeit eh nicht mehr davon geben wird?

Mein Herz sagt nein. So war Mr Tiger nie. Seine Worte und Gesten müssen echt sein. Andererseits weiß ich nicht, wie er sich in den letzten fünf Jahren entwickelt hat. Ich war schon immer naiv, habe aber leider viel Gemeines erleben müssen, wenn es um Gefühle geht und bin nun vorsichtiger.

Und vorallem bin ich etwas sauer. Ich bin sauer auf Mr Tiger. Obwohl ich nicht weiß, wie er tatsächlich denkt. Ich bin sauer auf Mr Schützenverein, dass er mich zu einer Person gemacht hat, die wohl nun keine Komplimente und schönen Gesten mehr ohne Hintergedanken genießen kann. Ich bin sauer auf alle Männer, denen ich die letzten fünf Jahre näher gekommen bin, die mich umschmeichelt haben und sich Mühe gegeben haben. Bis ich mich verliebt habe. Dann haben sie mich fallen gelassen, verletzt zurück gelassen und vergessen. Es ist doch immer das Selbe.

Die meiste Wut habe ich allerdings mir selbst gegenüber. Wieso entwickle ich immer so schnell Gefühle? Ganz besonders jetzt, wo es doch eh hoffnungslos ist? Ich werde ihn, sobald ich in meiner Unistadt bin, unglaublich vermissen. Vermutlich werde ich irgendwann nicht mehr an ihn denken. Aber vergessen werde ich ihn nie. Vermutlich habe ich immer unterbewusst die Hoffnung, dass wir uns nochmal genau so in fünf Jahren begegnen. Und wir dann endlich eine Zukunft haben können…

Komische Konstellation (Teil I)

Da sitze ich. Immer noch in der Heimat. Und drücke mich momentan davor, weiter an meinem Unikram zu arbeiten. Kenn man. Leider geht es in knapp einer Woche wieder zurück in meine Uni-Stadt. Dass ich in diesem Satz jemals wieder das Wort „leider“ benutzen würde, hätte ich nicht gedacht, denn normalerweise halte ich es nicht mehr sehr lange in meiner Heimat aus. Dieses mal verging die Zeit jedoch einfach zu schnell. Und es gibt Menschen, die mich zurückhalten. Dazu gleich mehr.

Die „Ex-Freund-Woche“ verlief unproblematisch. Das Treffen mit Mr Schützenverein und dem Kumpel war ein bisschen seltsam. Ich habe ihn zwar begrüßt und wir haben uns verhalten, als wäre nie irgendwas vorgefallen. Aber seine pure Anwesenheit machte mich unruhig. Unser gemeinsamer Kumpel, der noch mit ihm dabei war, wollte mich nach dem Bouldern unbedingt noch zu einem Kaffee einladen, also blieb ich noch eine kurze Weile, nachdem meine Leute schon gegangen waren. Wir saßen zu dritt am Tisch und unterhielten uns. Aber, wie gesagt, fühlte ich mich in der Situation komplett unwohl. Spätestens danach wurde mir bewusst, dass ich mit Mr Schützenverein nichts mehr zu tun haben möchte.

Lustiges Ereignis dazu: Als ich an diesem Abend wieder zuhause saß, schrieb ich noch eine Weile mit dem Kumpel. Ich nenne ihn mal Mr Angeber (weil er es ist 😀 ). Er begann (wie er es oft tut) zu flirten. Irgendwann fragte er mich, ob er mich zum Essen einladen dürfte, wenn ich zurück wäre in meiner Unistadt. Ich zögerte. „Fühl dich nicht gezwungen. Nur wenn du wirklich Lust darauf hast.“ Dieses ganze Flirten von ihm konnte ich eh nie ernst nehmen. Mr Angeber flirtet mit allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Also wollte ich gleich eines klar stellen: „Ich weiß ja nicht wie du dir das vorstellst: als Date-date oder als freundschaftliches Date?“ „Keine Angst, einfach nur so. Ich weiß ja, dass ich nichts für dich bin.“ Okay, darauf lasse ich mich dann wohl ein. Neugierig wie ich aber bin, musste ich aber trotzdem nochmal nachfragen: „woher weißt du, dass du nichts für mich bist?“ „Ich würde mal behaupten, dass ich es merken würde, wenn es anders wäre. Außerdem verdienst du dieses mal einen guten Freund.“ Wo er recht hat, hat er recht. 😉 Nein, keine Sorge, ich ließ ihn nicht mit der Aussage stehen. Wenn er die richtige Frau findet, ist er sicher ein guter Freund. Allerdings hat er vollkommen recht: er ist nichts für mich (aus diversen Gründen, die ich jetzt nicht aufzählen werde).

Ex-Freund-Treffen Nr. 2 verlief dagegen wirklich schön. Ich ging hinein in der Erwartung, dass wir uns einfach treffen zum quatschen und uns auszutauschen, was die letzen fünf Jahre in unserem Leben alles passiert ist. Im weiteren Verlauf nenne ich ihn liebevoll Mr Tiger (hat was mit seinem eigentlichen Spitznamen zu tun). 😉

Es begann harmlos mit einer Führung durch seine neue WG, danach Kaffee und Kekse mit seinen Mitbewohnern. Ich wusste garnicht, dass man in einem Dorf auch in einer WG leben kann… Aber man lernt wohl nie aus. 😉  Zu zweit suchten wir uns aus, was wir abends kochen würden. Er wollte etwas „lukratives, orginelles und leckeres“. Unter Lachen googelten wir diese und weitere Begriffe, bis wir mit unserer Menü-Auswahl zufrieden waren. Wir gingen einkaufen und legten los mit kochen. Dabei unterhielten wir uns und hatten Spaß, als wären niemals fünf Jahre dazwischen gewesen.

Das Essen war fertig, er deckte den Tisch und zündete Kerzen an. Oho, ein Candlelight-Dinner? Das hatte ich nicht erwartet. Ich war immer noch der Meinung, dass wir uns freundschaftlich treffen. Aber Kerzen heißen ja nichts, schließlich gehören Kerzen zum typischen Herbst-Haushalts-Inventar (wohl auch in Männer-WGs?). Etwas melancholisch wurde ich dann doch dabei. Mr Tiger war schon immer ein sehr romantischer Kerl gewesen. Ich genoss es sehr in unserer damaligen Beziehung. Den Rest des Weines, den wir zum essen nicht geschafft hatten, begleitete uns aufs Sofa. Langsam angeheitert unterhielten und lachten wir weiter. Den ganzen Abend schon spürte ich in seiner Gegenwart ein Gefühl, dass ich bei nicht vielen Menschen spüre: ich fühle mich wohl in seiner Gegenwart, ganz egal was jemals passiert war. Ich fühlte mich akzeptiert und wertgeschätzt. Und als würde es mir nichts auf der Welt fehlen.

Ja, unsere Beziehung war wirklich toll gewesen. Meine Schönste bisher. Wären da nicht unsere unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen gewesen. Ich wollte nach dem Abi hinaus in die große weite Welt. Er nicht. Jedenfalls nicht lange und nicht für immer. Was ich vollkommen akzeptiere und respektiere. Wir haben unsere Ansichten immer akzeptiert und respektiert. Aber bei dieser Sache konnten wir uns keine gemeinsame Zukunft vorstellen. Vielleicht waren wir noch zu jung gewesen, um weit genug zu denken? Wer weiß schon, was passiert wäre, wenn wir eine Fernbeziehung eingegangen wären. Für uns beide (oder vielleicht hauptsächlich für mich) kam das aber nicht in Frage. Deshalb trennten wir uns.

Zurück zum Sofa: wie nicht anders zu erwarten war, kamen wir uns näher. Der Auslöser kam von ihm, er kuschelte sich an mich. So lagen wir mehrere Stunden zusammen auf dem Sofa, ab und zu ein Schlückchen Wein, und plauderten über unser Leben und unsere damalige Beziehung. Irgendwann jedoch musste der Spaß natürlich ein Ende nehmen. Der Auslöser kam von mir: ich wollte nach Hause. Wir verabschiedeten uns aber vereinbarten gleich, dass wir uns am kommenden Wochenende wieder sehen würden. Da fand eine große Geburtstagsparty eines Kumpels statt, inklusive Bierpong-Turnier statt. Schriftlich erklärten wir, dass wir ein Team zusammen bilden würden.

Das besagte Wochenende kam. Aufgrund eines unglücklichen Zufalls (ungerade Zahl an Mannschaften) konnten Mr Tiger und ich nicht am Turnier teilnehmen. Was uns nicht hinderte trotzdem zu trinken. Diverse andere Trinkspiele (und einfach-so-Trinken) später, ging es mir richtig gut – und dann nicht mehr so gut. 😀 Mr Tiger nahm sich meiner an und brachte mich ins Wohnzimmer. Wieder landeten wir quasselnd und kuschelnd auf dem Sofa. Mir ging es aber nicht gut genug um irgendwas sinnvolles zu tun oder zu sagen. Zum Glück war er auch eher das Gegenteil von nüchtern. Irgendwie lagen wir da ganz schön lange, denn bald war niemand mehr auf der Party. Also brachte mich Mr Tiger sicher und ganz gentlemanlike nach Hause. Einen Abschiedskuss gab es auch diesmal nicht. (Wäre wahrscheinlich in unserem Zustand sowieso nicht so angenehm geworden 😀 )

Tags darauf bat er mich um ein Date: Donnerstag, ich solle mich überraschen lassen, er habe da eine Idee…

Fortsetzung folgt…