Festival-Jungfrau

Wie die Zeit schon wieder vergeht! Aber das gefällt mir. Bald bin ich wieder in der Heimat. Die Zeit genieße ich immer sehr. Und bald mache ich Urlaub mit meinen zwei besten Freunden am Gardasee. Vorfreude ist die schönste Freude, das fand ich schon immer.

Bevor die letzten Erinnerungen schon langsam verblassen, muss ich zu meinem neusten Erlebnis noch einen Tagebucheintrag verfassen: Ich war auf meinem ersten Festival!

Mit 24 Jahren bin ich wohl bereits im oberen Durchschnitt für eine „Festival-Jungfrau“. Ich stellte mir oft die Frage, ob ich wohl ein Festivalmensch bin oder nicht. Auf meiner Bucket List stand der Punkt schon ewig und hätte mit Leichtigkeit die vergangenen Sommer mal abgehakt werden können. Aber wie so oft, schafft man seine Vorhaben aus unerklärbarem Grund dann doch nicht.

Diesen Sommer, nur ein paar Tage nachdem Mr Schützenverein unsere Beziehung beendet hatte und ich immer noch im Post-Beziehungs-Blues hing, fragten mich meine Kommilitonen, ob ich Lust hätte, mit ihnen auf ein Festival in Bayern zu gehen. Hm… Bayern, das ist ja ganz schön weit und ich könnte es nicht mit einem Besuch in der Heimat verbinden. Bringt ja dann eigentlich nicht viel. Außerdem über den 18. August. Da hatte Mr Schützenverein doch Geburtstag. Vielleicht feiert er ja und lädt mich noch ein?

Nein, ich merkte selbst, meine Ausreden waren lächerlich. „Ich komme mit!“ und kaufte mir kurz darauf das Ticket. Nicht nur würde ich endlich mal wieder einen Punkt auf meiner Bucket List abhaken können, es wäre eine gute Ablenkung für mich und nach unseren Klausuren auch der perfekte Kurzurlaub.

Und das war er auch. Vier Tage am türkisblauen See, mit lustigen Menschen, am idealem Zeltplatz, bei Sonnenschein und mit tollen Acts, konnte man es sich nicht besser vorstellen. Vermutlich war es auch noch das einzige Festival diesen Sommer mit schönem Wetter! 😀

Wir fünf Mädels starteten am Mittwoch mit zwei Autos Richtung Süden, konnten eine Nacht in meinem Elternhaus verbringen um am nächsten Morgen erholt das Restliche einkaufen zu gehen und pünktlich zum Einlasszeitpunkt am Campinggelände zu stehen. Unter den ersten 200 Menschen fanden wir den idealen Zeltplatz (nicht zu nah an den Dixieklos und nicht zu weit entfernt 😉 ) und konnten uns kurzschließen mit drei Kumpels von mir, die ebenfalls auf das Festival gingen. So hatten wir direkt nachmittags eine kleine Zeltgemeinschaft aufgebaut. Am ersten Tag waren noch keine bekannten Acts, aber das Festivalgelände wurde natürlich trotzdem schonmal getestet. Die zur DJ-Musik tanzende Menge am Strand des türkisblauen Sees im Schein des Mondlichts war ein einzgies Déjà-Vu für mich: alles an diesem Abend erinnerte mich an meine Südostasien-Reise. Hach, hallo Fernweh…

Insgesamt gingen wir Mädels das Festival recht gemütlich an. Am ersten Abend ließen wir uns nicht von den Jungs beirren und gingen ins Bett wann es uns passte. Also um halb 12. Jaaa, wir waren müde. 😀 (Eigentlich hätte ich noch länger durchhalten können, aber wenn keiner der Mädels mehr am Pavillion sitzt, dann gehe ich eben auch schlafen…)

Freitag freuten wir uns alle auf den Act von Deichkind. Und er erfüllte unsere Erwartungen. Nein, übertraf sie sogar. Es stimmt was alle sagen: Deichkind macht eine hammer Show! Dafür waren wir dann wohl am letzten Abend etwas verwöhnt. Irgendwie war alles dann nicht mehr soo spektakulär und wir waren (mal wieder) schnell müde. Kommt vermutlich auch vom Trinken und der vielen Sonne tagsüber. Apropos trinken: wir hatten uns maßlos überschätzt. Über eine ganze Palette Bier blieb am Ende über (die wir natürlich nicht verschwendeten und mit zurück nahmen) und von unseren Mischgetränken brauchten wir auch nicht viel. Unsere Stimmung war auch mit sehr wenig Alkohol super.

Dass ich keine „angemessenen“ Kerle kennen gelernt habe, machte mir weniger aus als gedacht. Ich habe vermutlich meine „Flirt-Ausstrahlung“ einfach noch nicht wieder zurück. Die wird zu einer geeigneten Zeit sicher wieder kommen. Ich konzentriere mich lieber auf mich selbst, wie ich in meinem letzten Eintrag erwähnt habe.

Spätestens am Sonntag, wenn nicht sogar schon am ersten Tag, konnte ich die Frage beantworten: ja, Festivals sind für mich machbar! 😉 Ich bin eigentlich eine Memme, wenn es um mehrere darauffolgende Tage Trinken und Feiern geht. Ich brauche meinen Schlaf und habe bei Kater schlechte Laune. Aber mit den vier Mädels waren es gemütliche und supercoole Tage. Und wir hatten eindeutig die beste Zeltdeko (man siehe das Foto 🙂 plus passender Pappbecher und -teller).

Auf welches Festival es wohl nächsten Sommer gehen wird?

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2 Gedanken zu “Festival-Jungfrau

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