Ich will das!

Ich habe morgen Mittag ein Bewerbungsgespräch für ein Praktikum. Ich habe mich so hardcore darauf vorbereitet: gegooglet, welche Fragen mir gestellt werden könnten, zwei Seiten vollgeschrieben mit Antworten und eine weitere Seite mit Fragen, die ich denen Stellen werde. Mein letztes Bewerbungsgespräch für ein Praktikum ging voll in die Hose. Die Stelle wollte ich eigentlich aber auch nicht, deswegen habe ich mir keine große Mühe gegeben. Dieses Praktikum WILL ICH aber UNBEDINGT! Es wäre so perfekt. Im Januar dort anfangen, mich drei Monate unter Beweis stellen und irgendwann beiläufig ankündigen „ach übrigens, ich habe bald meinen Bachelorabschluss, wie sieht es gerade so bei Ihnen mit Stellen aus…?“ Außerdem bin ich hochqualifiziert für das Praktikum. 😉 In den Bereich habe ich im Studium meine besten Noten und während meines derzeitigen Pflichtpraktikums schon eine Menge Erfahrungen dazu gesammelt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in einer tollen Stadt in meiner Nähe, ist deutschlandweit bekannt, bietet Möglichkeiten zum Aufsteigen und eventuell sogar international weiter zu „steigen“. Verdammt, ich WILL ES!

So viel dazu… Jetzt noch kurz ein anderes Thema. Mit meinem derzeitigen Praktikumsbetreuer fliege ich am Freitag in unsere Hauptstadt. Dort ist ein weiterer Sitz des Unternehmens/Behörde (was auch immer, ich will ja nicht zu viel verraten 😉 ) und Freitag Abend findet ein Event statt, für das noch Teilnehmer gesucht wurden. Ich hatte vor einem Monat zugesagt weil, naja, wer sagt da nicht zu, wenn man einen Flug und eine Übernachtung in Berlin von seiner Praktikumsstelle bezahlt bekommt? 😉 Es ist nur gerade ein komischer Gedanke über 24 Stunden am Stück mit meinem Chef zu verbringen. Okay, klar, wir haben getrennte Zimmer im Hotel (puh), außerdem ist er schon 60 und ich hoffe mal kein Perversling… Trotzdem ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke. Und ich bin ja nicht so der Smalltalk-Mensch. Ich hoffe nur, dass immer genügend andere Leute von dem Sitz in Berlin bei uns sein werden.

Drittes Thema: heute bin ich nicht gut gelaunt. Ich bin müde und habe Bauchschmerzen. Ich hab gerade meinen Sportkurs ausfallen lassen. Was nun auch nicht zu besserer Laune geführt hat. Besonders weil ich heute zum Frühstück mit meinen Mädels beim brunchen war und viel zu viel gegessen habe… Bähh, ich hätte echt zum Sport gehen sollen. Stattdessen sitze ich am PC und futtere munter weiter. Weil jetzt ist es eh schon egal. – Naja, heute noch faul und undiszipliniert sein und morgen wieder kontrolliert essen, ausgeschlafen sein, fröhlich sein – und beim Bewerbungsgespräch reinhauen! 🙂

Zumindest kann ich mich selbst immer wieder gut aufmuntern. 🙂

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Nochmal ne runde Fragen

Puhh, da wurde ich zum zweiten mal gleich zweimal nominiert! Zuerst von Lila Sumpf …und als ich gerade dabei war heute morgen ihre Fragen zu beantworten, trudelte die Nominierung von Hayat ein! Vielen lieben Dank euch beiden! 🙂

Vor ein paar Monaten habe schon einmal eine Runde Fragen beantwortet aber das mache ich gerne nochmal 🙂 liebsterawardZuerst die Fragen von Lila Sumpf:

1. Warum bloggst du?

Ich habe angefangen zu bloggen, weil ich meine Gedanken und Gefühle aus meinem Kopf kriegen musste. Und weil ich meine Freunde (die übrigens fast alle in Beziehungen sind) mit meinen immer gleichen Geschichten, Wiederholungen und Analysen nicht nerven wollte. Jetzt schreibe ich es zwar auf, aber bequatsche sie trotzdem noch. 😀

2. Was liest Du zur Zeit?

Ich habe in letzter Zeit mehrere Bücher angefangen aber keins hat mich so sehr gefesselt, dass ich es zu Ende lesen musste. Jetzt liegen eben drei angefangene Bücher neben meinem Bett: immer noch Narziß und Goldmund von Hermann Hesse (Hesse kommt einfach nicht zum Punkt in seinem Buch und das wurde langweilig), HBN von Holger Gugg (ein Buch über Ernährung – hatte ich mir aber besser vorgestellt, seine Thesen teile ich nur teilweise) und Gebrauchsanweisung für Amerika von Paul Watzlawick (das macht mir fernweh nach USA – ich habe dort mal fünf Jahre gelebt – aber zur Zeit komme ich leider nicht dazu es weiter zu lesen.)

3. Beste, nein, allerbeste Musik-Erinnerung?

Achtung, jetzt kommt was Altes 🙂 Driver’s Seat von Sniff’n the Tears (YouTube Link)

Mein Dad ist ein riesen Musikfanatiker. Wie oben erwähnt, habe ich fünf Jahre mit meinen Eltern in den USA gelebt, weil mein Dad dort gearbeitet hat. Wir haben ganz oft Roadtrips unternommen und natürlich die Lieblingsmusik meines Vaters gehört. Darunter war Driver’s Seat und jedes mal wenn ich dieses Lied höre fühle ich mich zurückversetzt in die Zeit. Ich bin wieder fünf Jahre alt, meine Eltern sitzen vorne im Auto, wir sind auf dem Weg zu irgendeinem Canyon oder dem Meer und singen lauthals die Songs mit.

4. Erster Kuss – mit wem und wann und wo?

Ich war 14 Jahre alt, er 15. Ich hatte ihn über ICQ kennengelernt, als er mich einfach irgendeines Abends anschrieb. Er wohnte in meinem Dorf, ich hatte ihn aber noch nie getroffen. Wir schrieben und telefonierten über mehrere Wochen, trafen uns dann schließlich. Beim zweiten Treffen fragte er mich ob wir spazieren gehen wollen. Wir liefen zu der Bank auf dem Hügel unseres Dorfes, setzten uns und er fragte vorsichtig „darf ich dich küssen?“ Ich nicke und wir küssten uns. Die Situation war romantisch, der Kuss war aber eher ein schüchternes Bussi. Danach waren wir zusammen. 😀

5. Kann man mehr als einen Menschen lieben?

Klar, ich liebe meine Eltern, meine Freunde, meine Familie…

Das ist zwar eine andere Liebe, als die mit der man einen Partner liebt, aber trotzdem nenne ich es auch „Liebe“ zu den wichtigstens Menschen in meinem Leben.

6. Fußball – yey or ney?

Eher ney. Konnte mich nie wirklich dafür begeistern. Außer zur WM oder EM. 😉

7. Wenn Du eine Comic-Figur wärst, wer wäre das?

Öhm… schwierig. Ach da fällt mir ein, früher habe ich wahnsinnig gerne die Powerpuff Girls geguckt! Ich wäre bestimmt eine von denen! 😀

The Powerpuff Girls – Blossom, Bubbles and Buttercup

8. Wenn Du woanders leben müsstest, wo wäre das und warum?

„Müsstest“? Ich würde sehr gerne mal in einem anderen Land leben! Ich kann mir vorstellen später in Australien, den USA, Kanada oder vielleicht sogar in Doha zu leben und zu arbeiten. Warum? Weil ich dieses Gefühl von Fernweh wohl nie loswerden kann.

9. Lotto-Jackpot geknackt – was machst Du mit dem ganzen Geld?

Reisen, reisen, reisen. USA, Australien, Kanada, Neuseeland, Skandinavien, Großbritannien, nochmal Südostasien,… Mir fällt bestimmt noch mehr ein. 🙂  Und mir alles kaufen, was ich schon immer haben wollte, aber ich mich sonst immer zusammen gerissen habe.

10. Wie lange kannst Du unter Wasser die Luft anhalten?

Hmm… Ich glaube nicht so lange. 😀 Ist schon eine Weile her, als ich das versucht habe. Aber ich habe in meinem Buch zum Tauchkurs diesen Trick gelesen: Fünf Mal schnell ein- und ausatmen, das letzte Mal gaaanz lange ein, und dann abtauchen. Diese Hyperventilation täuscht dem Köpfer irgendwas vor, aber so richtig wissenschaftlich begründen kann ich das gerade nicht. Vielleicht mal googlen. 😀

Und nun zu den Fragen von Hayat:

1) Die ist überall gleich: warum bloggst du?

Ja, die ist tatsächlich überall gleich. 🙂 Siehe oben. 😉

2) Was muss passieren damit du mit einem Lächeln im Gesicht aufwachst?

Etwas Tolles muss an diesem Tag bevorstehen. Ein Ausflug, oder ich treffe jemanden heute, den ich gerne habe, oder ich bin mit allen Klausuren fertig… Oder wenn ich einfach nur glücklich und zufrieden mit mir selbst bin an diesem Tag. 🙂

3) Was meinst du wie du auf fremde Personen wirkst?

Hm… Ich wirke vermutlich zurückhaltend. Manche sagten mir auch schon, dass ich eingebildet wirke. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Person bin, die auf andere sofort zugeht und Smalltalk hält. Erstmal muss ich warm werden, aber dann kann man mit mir über Gott und die Welt reden. 🙂

4) Wenn du ein Tier erfinden könntest, welches Tier wärst du dann?

Ein Haustier, das so verschmust, sanft und auch manchmal eigensinnig ist wie eine Katze, aber so treu und liebenswürdig wie ein Hund und so exotisch wie eine Schildkröte ist. 😉 Aber mit kuscheligem Fell!

5) Auf einer Skala von 1-10 wie kreativ würdest du dich einschätzen und warum?

Oft habe ich das Gefühl, dass ich früher kreativer war als ich es jetzt bin. Ich habe gerne gezeichnet und fotografiert. Das mache ich heute leider garnicht mehr. Dafür lebe ich meine Kreativität anders aus. Erstens schreibe ich natürlich hier. Und zweitens lebe ich meine Kreativität damit aus, Dinge zu planen (Reisen, Unternehmungen, …). „Organisation“ klingt vielleicht widersprüchlich zu dem Sinn, den man „Kreativität“ eigentlich gibt, aber um seine Fantasien in Wirklichkeit umzuwandeln braucht es ebenfalls die gewisse Kreativität. Also um es in eine Zahl zu fassen: ich geb mir mal ne durchschnittliche 6,5.

6) Was war dein peinlichstes Erlebnis?

Schon wieder diese Frage! Und ich habe immer noch keine Antwort. :/ Ich verdränge peinliche Situationen immer am liebsten, deswegen hab ich die nicht mehr so präsent in meinem Gedächtnis. 😉

7) Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Ich konnte nach meinem Bachelorabschluss einen Job ergattern, der mit Spaß macht und ein angemessenes Gehalt bietet. Nun steige ich die Karriereleiter immer höher. 😉 Ich habe es geschafft oder bald in Aussicht noch die Länder zu sehen, die ich auf jeden Fall bereisen möchte. Und bin mit einen wunderbaren Mann in einer glücklichen Beziehung. So würde ich es mir jedenfalls wünschen. 😉

8) Stell dir vor du hast eine Tochter, die genauso ist wie du. Wie wäre das für dich?

Hm joa, wäre ganz okay… Nein, eigentlich wäre ich schon stolz. Gutes Abi, gutes Studium, immer höflich und freundlich, Auslandserfahrung, diszipliniert, wenn sie etwas will. Aber ich glaube ich würde sie vermissen, weil sie so weit weg wohnt und andauernd durch die Welt reisen muss. (Oh je… meine arme Mama.)

9) Die Frage finde ich  ziemlich toll, deswegen lass ich sie: Mit oder ohne Zuckerguss: wie würde dein Mann aussehen, wenn du dir Einen backen könntest?

Und Hayat, deine Antwort finde ich auch ziemlich gut! Für mich bitte auch einmal gut gewürzt, aber mit einem Klecks Zuckerguss obendrauf damit er nicht ganz so draufgängerisch wirkt. 😉

10) Wie trinkst du deinen Kaffee?

Nur mit ein bisschen Soya-Milch. Hab nichts gegen normale Milch (aber dann bitte 1,5% wegen der Linie 😉 ), aber Soya-Milch habe ich mir angewöhnt aus meiner 6-wöchigen veganer Zeit vor 4 Jahren.

Ich hoffe ihr seid mir jetzt nicht allzu böse, wenn ich keine Fragen habe und keine weiteren Blogger nominiere. :/ Ich fühle mich heute so unkreativ (vielleicht gebe ich mir doch lieber die 4 oder 5 bei der Frage oben) … und fast alle Blogs, die ich lese, wurden schon nominiert.


Dafür möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen, ein paar Worte zur Blog-Community loszuwerden: Mittlerweile habe ich fast 60 Follower. Klingt für manche vielleicht nicht viel, aber ich hätte niemals damit gerechnet, als ich vor vier Monaten angefangen habe über mein Leben zu schreiben. Ist doch nur mein Leben?! Ich gucke mir den Blog jedes neuen Followers oder Kommentators an und sie gewähren mir damit auch einen Einblick in ihre Welt. Einen intimeren Einblick, den man bei realen Bekanntschaften nie bekommen könnte. Nun sehe ich zu was sich das entwickelt. Nur durch das Bloggen – durch eure Kommentare und eurem Folgen – habe ich so viele interessante Einblicke in andere Leben erhalten. Wir geben unsere gegenseitigen Meinungen ab und lernen uns kennen. Eine sympatische kleine Community. 🙂 Damit hatte ich vor vier Monaten niemals gerechnet.

Und jetzt genug geschleimt. Schreibt schön weiter… Ich brauche was zum Lesen, wenn ich zur Zeit dreimal die Woche für vier Stunden in der Bahn sitze! 😉

Schon wieder nicht

Es hat wieder nicht geklappt mit diesem „Freundschaft Plus“-Ding. Der Held hat sich nämlich nicht mehr gemeldet. Letztendlich bin ich aber erleichtert, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde. Ich war zwar neugierig, wie er wohl in echt ist und hatte mir für heute extra einen Zeitplan zurecht gelegt für Arbeitsschluss, heimfahren, essen, duschen – ich hatte mich sogar schon entschieden, was ich anziehen wollte. Aber je näher der Abend rückte bekam ich doch ein bisschen mehr Schiss. Ich mag das nicht, wenn ich zum Sex gezwungen werde. Und was er mir so am Montag und Dienstag per Whatsapp schrieb, bedrängte mich etwas.

Während ich auf 20 Uhr oder eine Nachricht von ihm wartete, tinderte ich noch ein bisschen. Ich änderte den Umkreis auf 11 Kilometer um zu sehen, ob ich jemanden kenne. Leider nicht und es hatte sich nach circa einer halben Stunde mit vielen Nopes und ein paar wenigen Likes schon ausgetindert. Dann halt doch wieder auf 30 Kilometer ändern. Aber ob ich Tinder noch sehr lange weiter benutzen werde bezweifele ich im Moment…

Der „Fehler“ an dieser Situation war vermutlich einfach, dass wir am Montag angefangen hatten zu schreiben, ich aber für ein Treffen erst am Freitag Zeit hatte. Die Zeitspanne ist eindeutig zu lange für Sex.

Also werde ich heute nach einer ganzen Tüte Schoko-Bonbons und einem geschenkten Stück Kuchen von meiner Mitbewohnerin unbefriedigt ins Bett gehen. Das war dumm von mir die Schoko-Bonbons vor ein paar Tagen zu kaufen. Ich habe die letzten drei Tage schon andauernd genascht. Ich sollte mich wieder zusammen reißen. Ich kann aber auch garnichts Süßes Zuhause haben! Furchtbar mit mir!

Naja, ich schweife ab. Jedenfalls hat dieser Blogbeitrag keinen näheren Sinn, als dass ich einfach frisch über die Neuigkeiten meiner Abfuhr berichten wollte. UND: dass ich mir gerade einen Vibrator auf Amazon bestellt habe… Haha 😀 Ich wollte schon seit laaangem so ein Ding haben (mein ganz eigenes Ding 😉 ) und welche bessere Gelegenheit gibt es, als diese heute? Leider kommt er erst am Montag an. Aber ich freue mich immer wie ein kleines Kind auf Pakete. Wehe die Post streikt da wieder!

So, und nun kann ich früh ins Bett, morgen früh aufstehen, an meiner blöden Seminararbeit und meiner blöden Bewerbung für die Bachelorarbeit weiterschreiben (für den anderen Lehrstuhl nun ein Exposé), ins Fitnessstudio gehen (dort den heißen Mr Heiß anschmachten) und abends mit ein paar Leuten, die ich schon länger nicht mehr gesehen hab, auf ein Konzert von der Band eines Freundes. Produktivität pur ohne Männer am Start!

Typisch Tinder

Update Juni 2017: Da dieser Beitrag offensichtlich der Beliebteste auf meinem Tagebuch-Blog ist, möchte ich vorher ein paar kurze Worte dazu aussprechen. Jeder, der hier über Google (oder ähnliches) gelandet ist, sollte sich bewusst machen: den Beitrag habe ich genau vor zwei Jahren geschrieben. Ich war sozusagen „Tinder-Jungfrau“ und überhaupt sehr naiv mit meinen 22 Jahren. 😉 Mittlerweile habe ich bei Tinder eine Veränderung bemerkt. Die Dates werden seriöser und ich treffe meine Matches einfach, weil ich es liebe neue Menschen kennen zu lernen. Dating macht mir Spaß und dabei geht es absolut nicht um Sex. Wer also etwas über das derzeitige Tinderdating erfahren möchte, sollte meine aktuellen Beiträge lesen (zu finden verstreut in meinem Blog hier). Wer über das Tinder und mich naives Mädchen von vor zwei Jahren lesen möchte. Bitte schön: der unveränderte Beitrag…

Sieht aus, als hätte ich bald mein erstes „Sex-Date“. Schuld daran ist dieses Tinder. Aber man muss ja alles mal ausprobieren.

Wie bereits erwähnt, habe ich mir am vergangenen Sonntag ausversehen Tinder heruntergeladen. Nach ein bisschen hin und her wischen kamen die ersten Nachrichten von meinen Matches. Mit allen erstmal das Übliche „hi, wie gehts, was machst, usw.“ Anscheinend ist eine weitere typische Frage, die heutzutage gestellt wird „was machst du auf Tinder?“ oder alternativ „was suchst du auf Tinder?“ Darauf wird auch eine konkrete Anwort erwartet. Da ich das erstmal nicht wusste, schrieb ich, dass ich mir gerade erst Tinder heruntergeladen hatte und es mir angucken wollte. Ich suche ja wirklich nichts Bestimmtes zur Zeit. Einer der netten jungen Herren wollte mir das nicht glauben und schrieb „Aber du suchst nach einem Typen“ … Klar, irgendwie ja schon. „Für was Lockeres?“ Kommt drauf an, was er damit meint… „Eine Freundschaft plus zum Beispiel.“ Mensch, was haben die Männer denn alle mit ihrem Freundschaft Plus?! Aber joa, bin da nicht abgeneigt, aber generell wollte ich einfach nur gucken, was sich auf Tinder ergibt. Da wollte er direkt meine Handynummer. Na gut, er ist ja ganz nett, Student an der gleichen Uni wie ich, 26 Jahre alt und sieht auf den Fotos ganz gut aus. Und auf Whatsapp lässt es sich besser schreiben.

Seine erste Nachricht:

„So. Wann hattest du zuletzt eine Fickbeziehung oder was anderes Lockeres?“

Hui, krass, der fragt ja direkt mal drauf los. (Darf ich auf WordPress überhaupt solche Ausdrücke schreiben? Ich möchte ja nicht, dass mein Blog gesperrt wird.)

Ich schrieb, dass ich beinahe eine gehabt hätte vor einigen Wochen (mit Mr Unfotogen) aber mich dagegen entschieden hatte, weil er sexuell nicht attraktiv für mich war.

„Okay. Aber du würdest das gerne mal haben?“

Das kommt drauf an… Auch wie der Sex so ist. 😉

„Wann hattest du denn das letzte Mal Sex?“

Februar. Und du?

„Willst du gerne mal wieder?“ Meine Frage hatte er ignoriert.

Ich wollte es aber wissen und fragte, wieso er meine Frage nicht beantworten wollte. Hätte er überlesen. Ja klar. Sein letztes Mal wäre auch schon ein paar Monate her gewesen. Glaube ich ihm irgendwie nicht. Danach wollte er wissen, ob das bei mir ein ONS oder mit einem Exfreund gewesen war. Da ich mit ONS antwortete, fragte er mich, ob ich das gerne habe oder es eine Ausnahme gewesen wäre. Ich finde ja generell, dass Sex besser wird, wenn man sich aufeinander einspielen kann. Und bei einem ONS geht das kaum. Aber eine „Ausnahme“ war es trotzdem nicht. Und darauf wollte er wissen, wann ich denn Zeit habe.

Bei mir geht es zur Zeit nur am Wochenende, also einigten wir uns auf Freitag. Er wollte direkt zu mir. Nein, ich will erstmal was trinken gehen. „Und später zu dir wenns passt?“ Meine Antwort: wenns passt. Er darauf „dann auch gern Sex?“ … „Nur wenns passt 😛 Ich hab so meine Ansprüche. Ich hüpfe ja nicht mit jedem in die Kiste 😉 .“

Hallo…? Das ist mein erstes Sex-Date, ich will vorsichtig bleiben. Vielleicht finde ich ihn in Echt ja garnicht attraktiv. Dann will ich auch keinen Sex mit ihm. Ich weiß sowieso nicht ob ich am Freitag Sex will. Vielleicht habe ich da auch keine Lust.

Wir schrieben noch den ganzen Montag und Dienstag. Also eigentlich stellte er mir die ganze Zeit Fragen nach meinen Sexvorlieben und Erfahrungen und ich antwortete brav. Läuft das immer so mit den „Interview-Fragen“? Das ist doch garantiert nicht SEIN erstes Sex-Date… Er ging immer wieder darauf ein, dass wir bald eine Fickbeziehung haben werden und wo er es mit mir überall treiben würde. Im Aufzug, Auto, Bib, in einem leeren Seminarraum,… Klang eigentlich ganz gut. Aber ich weiß noch nicht mal, ob ich ihn attraktiv finden werde. Er war die ganze Zeit online und schrieb mir immer direkt eine Sekunde nachdem ich meine Antwort abgeschickt hatte. Vermutlich schrieb er gleichzeitig mit hundert anderen Frauen, die er die kommenden Tage treffen würde. Er fragte mich mindestens fünf Mal, ob ich denn nicht vor Freitag Zeit hätte. Nein, geht nicht. Irgendwann fand ich es nervig und antwortete nur noch knapp. Er wollte nie etwas über mein Privatleben wissen. Nicht mal was ich studiere, als ich ihn nach seinem Studium fragte.

Weil mir das irgendwann komisch vorkam, suchte ich ihn auf Facebook und wurde fündig. Ihn gibt es also wirklich, ich kenne seinen Nachnamen und konnte ein paar weitere Fotos sehen. Irgendwann kamen keine weiteren Fragen mehr von ihm. Seit gestern Abend haben wir nun nicht mehr geschrieben. Er hatte wohl alle wesentlichen Fragen geklärt. Find ich okay. Bis Freitag ist noch Zeit. Ich wüsste nicht, was ich mit ihm noch schreiben sollte. Das Privatleben war ihm, wie gesagt, nicht wichtig.

Aber was redet man dann überhaupt miteinander, wenn man vorher was trinken geht? Was zieht man auf sowas an? Eher was Unauffälliges oder gleich was Aufreizendes? Vielleicht sage ich kurz vorher noch ab, weil ich doch ein Schisser bin. Mal sehen, ob er bis Freitag überhaupt noch schreibt. Aber eigentlich interessiert es mich doch sehr. Nur mal ausprobieren wie das so ist, sich zum Sex zu verabreden. Meine bisherigen Erfahrungen beschränken sich auf ONSs und Sex in Beziehungen. Aber man müsste so ein Sex-Date doch auch mal ausprobiert haben. 😉

Pläne planen

Die vergangenen Tage habe ich damit verbracht, meine Zukunft etwas zu planen. Der vollständigkeithalber, weil das so gut in ein Tagebuch passt, und weil ich damit meine Gedanken sortieren kann schreibe ich einen kleinen Beitrag dazu.

Vor ein paar Monaten war ich noch verzweifelt, da ich nicht wusste, was ich ab Anfang nächsten Jahres tun werde und wo ich sein werde. (Hier in diesem Beitrag beschrieben) Diese Ungewissheit macht mir immer noch Angst. Aber zur Zeit habe ich die gut im Griff – oder vielleicht auch einfach verdrängt.

Mein Plan bis Dezember (und eventuell auch danach) sieht folgendermaßen aus:

Mein Praktikum läuft noch bis zum 31. Juli. Währenddessen habe ich noch eine Seminararbeit zu schreiben. Bis zum 11. August habe ich Zeit mich für die schwerste Klausur des Studiums vorzubereiten. Danach fahre ich erstmal nach Hause zu meinen Eltern. Dort verbringe ich entspannte 12 Tage mit meinen Freunden und Familie. Ein bisschen Lernen auf die nächste Klausur im September sollte auch drin sein. Am 24. August geht es zurück in meine Unistadt um weiter zu lernen, meinen Praktikumsbericht zu schreiben und abzugeben und mir grobe Gedanken um meine Bachelorarbeit zu machen. Außerdem habe ich in meiner Unistadt mein geliebtes Fitnessstudio, also länger als zwei Wochen bin ich sowieso nicht gerne Zuhause. Am 17.9. schreibe ich die allerletzte Klausur meines Bachelorstudiums (yay!) und einen Tag später geht es vermutlich wieder zurück in meine Heimatstadt.

In der Zeit ist Oktoberfest ein Muss (hiermit wissen meine Leser vermutlich, in welchem Bundesland meine Heimatstadt liegt 😉 ). Vielleicht kann ich auch endlich noch einen Kurzurlaub einquetschen (Gardasee mit meiner Mutter oder sowas) bis es am 25. September mit meinem nächsten freiwilligen Praktikum losgeht. Für die Zeit ziehe ich zu meiner Tante, da mein Praktikum in der Stadt dort ist. Meine Cousine (16 Jahre alt) freut sich schon total auf die Zeit mit mir. Ich freue mich auch ein bisschen mal woanders zu wohnen und natürlich auch Zeit mit ihr und meiner Tante zu verbringen. Auf das Praktikum bin ich auch gespannt. Der Personalchef klingt total lässig. Wenn ich will kann ich nur vier Wochen machen, wenn es mir gefällt kann ich auch fünf oder sechs oder mehr Wochen machen… Zwar habe ich den Bereich schon aus meiner engeren Wahl für einen späteren Beruf geschmissen, aber trotzdem möchte ich mir doch mal angucken, gegen was ich mich da eventuell entschieden habe.

Bei meiner Tante bleibe ich, wie gesagt, vier oder fünf oder sechs Wochen – und fahre dann in der ersten Novemberwoche zurück in meine Unistadt. Damit habe ich dann noch genau sieben Wochen um meine Bachelorarbeit zu schreiben. Keine Ahnung ob man das schafft oder ob das etwas zu knapp bemessen ist. Ich habe mir als eigene Deadline jedenfalls Weihnachten gesetzt. Im Notfall könnte ich mir aber noch bis Februar Zeit lassen. Im November und Dezember habe ich außerdem vor, mich nach Stellenausschreibungen oder interessanten Unternehmen umzugucken, bei denen ich mich bewerben könnte. Ich möchte nämlich versuchen, nach meinem Bachelorabschluss gleich in einen Beruf einzusteigen. Studieren macht zwar Spaß und man hat viele Freiheiten, aber zur Zeit kommt mir dieses „vor sich hin studieren“ ein bisschen sinnlos vor. Meine Hoffnungen gleich einen Job zu finden sind allerdings nicht sehr groß. Man hört ja immer wieder, dass ein Bacheloranschluss den Unternehmen nichts wert sei. Ein Versuch ist es mir trotzdem wert.

Plan B wäre ein Masterstudium im folgenden Wintersemester anzufangen. Vielleicht in Hamburg, vielleicht in Essen, vielleicht in Bayreuth, vielleicht in Maastricht, vielleicht aber auch in Australien. Dort gibt es überall Möglichkeiten mit meinem Studiengang. Da das Wintersemester erst im Oktober anfängt, nutze ich die Zeit von Januar bis September um weitere Reisen zu machen. 🙂 Ich muss noch nach Skandinavien oder nach Großbritannien oder nach Neuseeland. Vielleicht auch ein zweites Mal nach Australien. Einzige Sorge ist das Geld dafür zusammenzubringen. Ich könnte von November bis zum Beispiel Februar ein bisschen jobben…

Soweit finde ich meinen Plan eigentlich ganz gut. Mal sehen, wie es sich dann tatsächlich alles entwickelt. Denn:

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Landeanflug in das überlaufene Tinderland

Mist, gerade habe ich doch noch geschrieben, wie erholsam es sei ohne jegliche Männer „am Start“, da übernimmt vor Langeweile und „ich-brauche-eine-Lernpause“ mein Kleinhirn das Steuer und installiert Tinder.

Ich bin eigentlich von der Fraktion, die nicht viel von diesen Dating-Apps hält. Ich habe immer die Befürchtung, auf solchen Apps melden sich nur die Leute an, die im wirklichen Leben doch verzweifelt sein müssen. Und sowas Verzweifelte will ich doch nicht. Außerdem gibt es viele Menschen, die in echt richtig gut aussehen aber leider wahnsinnig unfotogen sind. Die werden fälschlicherweise nach links gewischt, obwohl ich in einem Club sogar ein Gespräch mit ihnen eingegangen wäre.

Aber ich habe es ja nur runtergeladen „zum gucken“. Außerdem ist das doch gerade voll im Trend. Das muss man haben. Mal sehen ob ich jemanden kenne. Oder ob es da jemanden gibt, der nur ein paar Kilometer entfernt (also theoretisch auch im Studentenwohnheim) wohnt. Ein bisschen gucken und hauptsächlich nach links wischen. Gefällt mir eh alles nicht. Alles mit Sonnenbrille Nope. Alles mit einer Frau mit auf dem Foto Nope. Oh, der sieht gut aus! Wie, nur ein einziges Bild? Nope. Hmm… Der ist ja ganz niedlich. Aha, auf seinem nächsten Foto mit ärmellosen Shirt, aber Null Muskeln? Nope. Mensch, ich bin so verdammt oberflächlich. Das Nach-links-wischen geht dann sogar so schnell, dass ich zwei, drei ganz nett Aussehende überwische. Mist! Und zurück geht nur mit Premium Account. Pff, ihr könnt mich mal. Letztendlich habe ich nur quasi „Models“ nach rechts gewischt. Mit denen gab es sogar Matches. Die werden aber sicherlich total eingebildet sein. Die schreiben mich ja nicht mal an.

Ich habe bereits Erfahrung mit einer anderen Dating-App. Die hatte ich mir damals installiert, als eine Freundin mir erzählte, dass sie sich im Internet auf einer Dating-Plattform angemeldet hat. Also dachte ich mir: na gut, kann ja nicht sooo schlimm sein sich bei sowas anzumelden. Aber ich wähle die Technik 2.0 Variante und installiere eine App. Und es wurde Lovoo.

Ich habe dort mit einigen geschrieben. Nicht vielen. Mir haben damals schon nur wenige Fotos gefallen. Mit einem Einzigen habe ich mich dann auch getroffen, ich nenne ihn hiermit Mr Lovoo. Er wohnte in meiner Heimatstadt, also nicht in meiner Unistadt. Die liegen über 500 Kilometer voneinander entfernt. Also Beziehung ist sowieso sofort ausgeschlossen. Wir trafen uns an einem sonnigen Sommertag in den Pfingstferien als ich mal wieder meine Eltern in der Heimat besuchen konnte. Zuvor hatten wir circa eine Woche geschrieben. Beim Schreiben war er sehr sympatisch. Und sah auf den Fotos auch gut aus. Mir war also überhaupt nicht mulmig zumute. Ich hatte bereits als Teenager zwei, drei mal Jungs getroffen, die ich nur aus Chats kannte. (Sehr, sehr dumm, ich weiß… Es ist aber nie etwas passiert. Es waren ganz normale Jungs in meinem Alter.)

Mr Lovoo und ich trafen uns in der Stadt und wollten was trinken gehen. In Echt sah er nicht mehr ganz so gut aus, wie ich es mir von den Fotos vorgestellt hatte. Aber sympatisch war er trotzdem. Nur irgendwie etwas aufgesetzt. Als wäre er eher der schüchterne Typ, hätte den Charakterzug vor einiger Zeit abgelegt und wollte jetzt ein selbstbewusster Macker sein. Wir gingen in mein Lieblingscafé und tranken beide einen nicht-alkoholischen Cocktail, da ich mit dem Auto da war. Er fragte mich, ob er mit mir ein Spiel spielen kann, wenn er gewinnt, gebe ich den nächsten Cocktail aus, wenn ich gewinne, zahlt er beide. Ich kann mich leider nicht mehr an das Spiel erinnern. Es hatte irgendwas damit zu tun, dass er mir einfache Fragen stellte und ich sollte nur auf bestimmte Fragen antworten aber bei der letzten Frage tappt man durch irgendwas in die Falle. Bin ich natürlich auch. Also ging der zweite Cocktail auf mich, aber ich wollte wissen woher er das Spiel kannte. „Habe ich mal in einem Forum gelesen.“ HA! …Ich glaube da habe ich jemanden ertappt! Ich fragte vorsichtig weiter nach: „Was für ein Forum?“ -„Ach, da geht es ein bisschen um Flirten und so…“ Hehe, ich kenne das doch. Da habe ich wohl einen „Pick-Up-Lehrling“ erwischt. 😉 Ich erzählte ihm, dass ich davon wüsste und dass ich ein Buch für die „Frauen-Seite“ hätte (über das Buch habe ich in meinem Blog bereits hier geschrieben). Dadurch hatten wir nun für die nächsten drei Stunden ein perfektes Gesprächsthema. Ich wollte ALLES wissen. Naja, das Date endete (natürlich) mit einem Kuss – wie es den Lehrlingen vorgeschrieben wird. Da aber schon in zwei Tagen mein Zug zurück in meine Unistadt ging, überlegten wir, ob es bereits morgen ein weiteres Treffen geben soll. Warum eigentlich nicht?

Also fuhr ich am nächsten Abend wieder in die Stadt. Dieses Mal nahm ich nicht das Auto und meiner Mutter erzählte ich, dass ich mich mit meiner besten Freundin treffen wollte. Es war geplant, dass wir zu ihm gingen und er uns was kochte. Ich ging fest davon aus, dass es an dem Abend zu Sex kommen wird. Er holte mich an der Straßenbahnhaltestelle ab und wir gingen die paar Meter zu seiner Wohnung. Er wohnte mit einer weiteren Mitbewohnerin im Dachgeschoss eines Altbaus, es war wieder ein verdammt heißer Tag und die Wohnung hatte sich auf Sauna-Temperaturen aufgeheizt. Außerdem war es dort extrem unordentlich. Er hatte in seinem Zimmer nicht mal ein Bett. Die Matratze lag noch nicht mal rechtwinklig in einer Ecke des Zimmers und auf dem Boden waren Teller, Klamotten und zu dreiviertel leere Flaschen verteilt. Okay, wenn der Sex gut wird, kann ich darüber hinweg sehen. Und ich war verdammt scharf auf Sex heute.

Nach seinem mit Liebe gemachten Salat setzten wir uns auf seine Matraze und guckten an seinem IPad durch die Musik. Er begann mich zu küssen und kurz darauf zu befummeln. Ich zog ihm zuerst das Shirt über den Kopf, er tat es mir dann nach mit meinem. Auch mein BH war bald weg. Dann stellte er mir die Frage: „Willst du es eigentlich mit Kondom machen?“ „Äh… Ja?“ Er druckste herum. „Mhh… Ich finde es ohne besser.“ -„Nee, ohne mach ich das nicht.“ Gerade lag er noch über mir, aber auf meine Antwort hin legte er sich flach aufs Bett neben mich. Bitte? Er wollte jetzt keinen Sex, weil ich ein Kondom benutzen wollte? Ich starrte ihn an. „Ach, ist doch eh voll heiß heute. Voll unangenehm.“ Wie bitte? Ja, heiß war es, aber das ist doch kein Grund! …Irgendetwas war da doch noch. „Was ist denn jetzt los? Irgendwas ist doch! Sags mir!“ Ich gab ihm Zeit sich eine Antwort zu überlegen und wartete auf seine nächsten Worte: „Ach… es ist nur… Mit Kondom kann ich das nicht… und… außerdem, wenn ich das erste Mal mit einer neuen Frau schlafe, komme ich immer total schnell!“ Na gut, das war schon eher ein Grund.

Ich lehnte mich zurück ins Kissen und wartete noch ein bisschen. Da kam aber nichts mehr von ihm. Jetzt war mir sowieso die Lust vergangen, nachdem er so rumdruckst. „Okay. Dann ziehe ich mich wieder an, ja?“ teilte ich ihm mit und suchte meinen BH und mein Top. Es war so heiß in dem Zimmer, dass ich mich eigentlich gefreut hatte, wenig anzuhaben. Wir zogen uns trotzdem beide wieder artig an. Ich hatte das Gefühl ihn etwas trösten zu müssen, meinte es wäre nicht schlimm und wir ja jetzt einfach nur noch ein bisschen quatschen könnten. Er zeigte mir also freudig weiter seine Lieblingsmusik auf seinem tollen IPad und wir unterhielten uns über Exfreunde, Pick-Up und Erfahrungen. Bis ich zur letzten Straßenbahn musste. Er begleitete mich zur Haltestelle und ich hörte danach nie wieder etwas von ihm.

Also es hätte auch schlimmere Erfahrungen geben können mit meiner ersten Dating-App. Ich bin mal gespannt, was mir das Tinderland so bieten wird…

Erholt und produktiv

Hach, ich muss ja zugeben, es ist erholsam gerade keinen Kerl „am Start“ zu haben. Da merke ich mal wieder, dass ich mir um Männer viel zu viele Gedanken mache. Vielleicht liegt es an den nicht-vorhandenen-Männern, dass ich die letzte Woche alles Mögliche von meiner To-Do-Liste abhaken konnte oder vielleicht bin ich einfach aus anderen Gründen endlich produktiver. Jedenfalls habe ich jetzt ein paar konkretere Ideen für meine Bachelorarbeit, habe bereits eine Bewerbung an einen der beiden in Frage kommenden Lehrstühle abgeschickt und beim anderen Lehrstuhl zumindest eine Sprechstunde ausmachen können. Theoretisch müsste ich schon anfangen die Skripte für meine Klausur im August zusammenzufassen, da die Prüfung den Ruf als Schwierigste unseres gesamten Studiums hat und ich in den Vorlesungen auch nicht durchblicke. Aber gerade hat meine Seminararbeit eine höhere Priorität. Die muss ich in drei Wochen abgeben und bin deswegen vergangene Woche etwas in Panik verfallen. Dafür habe ich gestern und heute meinen Zeitplan eingeholt und schon neun der insgesamt 15 Seiten geschrieben.

Sogar Sport- und Ernährungstechnisch bin ich verdammt stolz auf mich. Bisher habe ich es noch nicht in meinen Blog geschrieben: ich habe am 4. Juni angefangen mit einem „eigenen Projekt“. Ich möchte bis zum 11. August (der Tag nach der erwähnten bösen Klausur) mir einen Sixpack antrainieren. Sport mache ich ja sowieso viel und gerne, also hieß es eigentlich nur noch konsequent bei der Ernährung zu sein. „Abs are made in the kitchen“ – und so. 😉 Dabei funktioniert Low Carb für mich erfahrungsgemäß am besten. Die vergangenen zehn Tage habe ich mich tatsächlich überwiegend Low Carb und gesund ernährt und meine Kalorienzahl eingehalten. (Außer vergangenen Freitag, da habe ich mit meinen Mädels gegrillt und mich etwas überfressen… Gesund war es trotzdem alles) Wegen meinen Praktikum schaffe ich es leider nur an zwei Tagen ins Fitnessstudio zu gehen (das hat nämlich richtig blöde Öffnungszeiten). Wenn ich könnte, würde ich jeden Tag gehen. Ich bin schon ein bisschen süchtig danach. 😉 Ab August klappt das dann wieder, darauf freue ich mich jetzt schon. Sporttechnisch lief das Semester bisher so ab und wird bis August beibehalten: montags ins Pilates, mittwochs in meinen Lieblings-Hochschulsportkurs „BOP“ (= Bauch Oberschenkel Po) und donnerstags, wenn möglich, mache ich ein Intervalltraining oder gehe joggen. Sonntags ist auch immer joggen angesagt – außer heute. Auf meine immer gleiche langweilige Runde hatte ich keine Lust mehr. Vielleicht kommt die nächste Woche wieder.

Ich habe nun also schon zehn Tage durchgehalten. Als ich heute morgen aufgestanden bin und in den Spiegel geguckt habe, war ich so zufrieden mit meiner Figur wie noch nie zuvor. Und das will bei mir was heißen! Ich habe lange mit meiner Figur und meinem Körper bittere Kriege geführt. Seit ich mit dem Krafttraining angefangen habe, hat sich mein Selbstbewusstsein meinem Körper gegenüber kontinuierlich verbessert. Mein „Projekt“ mit dem Sixpack mache ich nicht, weil ich mich nur so schön finden würde. Ich möchte mir nur einmal in meinem Leben beweisen, dass ich es schaffen kann diese Disziplin aufzubringen mir einen Sixpack anzutrainieren. Gleichzeitig lerne ich mich selbst nicht fertig zu machen, wenn ich mal wieder einen Fressanfall hatte oder etwas zu faul zum joggen war. Das kann passieren, ist nur menschlich, und man steht nach dem Fall einfach wieder auf. Als Belohnung wird es am 11. August nach der Klausur einen massiven „Cheat-Day“ geben, á la Alina Schulte im Hoff von Size Zero. Wenn euch das nichts sagt, guckt euch die genialen You Tube Videos dazu an 😉 Ein Link dazu: https://www.youtube.com/watch?v=SwwaseDP-aY

So, nun doch noch ein bisschen was zu meinen Kerlen: Mr Unfotogen schreibt mir nur noch sporadisch. Außerdem ist der mal wieder seinen depressiven Stimmungen verfallen. Habe ich zwar noch nie hier geschrieben, aber er ist sogar schon seit längerem bei einem Psychotherapeuten aufgrund von Depression. Das hatte mir unsere gemeinsame Freundin M. erzählt aber ich habeihn nie darauf angesprochen, deswegen weiß er nicht, dass ich darüber informiert bin. Ist ja irgendwie ein unangenehmes Thema. Mal sehen wie lange unsere drei Sätze langen WhatsApp-Gespräche noch weiter laufen.

Mit Mr Heiß pflege ich eine erfrischend normale Freundschaft. Er ist natürlich immer noch sehr hübsch anzugucken. Aber mehr als ein bisschen plaudern ist da nicht. Da er immer wieder fragt, wer Lust hätte bei schönem Wetter an den See zu fahren, hat es mich gefreut, dass er mich letzte Woche Sonntag auch mal mitgenommen hat. Bei dem schönsten Wetter musste ich ja sonst immer zu meinem Praktikum und durfte nur über Whatsapp erfahren, wer sich mal wieder im Freibad oder See sonnt. Während wir also zu dritt (mit einer weiteren Fitnessstudio-Bekannten) auf der Wiese lagen, redeten wir über unsere Urlaubspläne. Eventuell steht nun in Aussicht, dass wir zusammen mit ein paar anderen Freunden im August oder September gemeinsam wohin fahren. Endlich mal wieder Urlaub für mich!

Und jetzt zu Mr Höflich. Der garnicht mehr so höflich ist. Auf einer Studentenparty letzten Donnerstag habe ich ihn endlich wieder gesehen. Ich kam etwas später als meine Freunde zur Party. Ich wusste, dass er auch kommt und habe -zugegeben- auch etwas Ausschau gehalten. Meine Mädels erzählten mir, dass sie ihn schon gesehen hatten und ihn böse angeguckt haben. Ihrer Meinung nach hätte er daraufhin schuldbewusst zurück geguckt. Ich selbst habe ihn kurze Zeit später erst von Weitem gesehen und als ich mich gerade mit einem Bekannten unterhielt lief er an mir vorbei. Da es noch außer „Grüß-weite“ war, konzentrierte ich mich weiter auf meinen Gesprächspartner. Kurz darauf lief er ein weiteres Mal vorbei, diesmal näher, und ich setzte ein Lächeln auf und winkte. Ich merkte ihm an, wie er noch versuchte mich zu ignorieren. Bis er meinem Blick tatsächlich nicht mehr ausweichen konnte. Jetzt musste er sich eine Reaktion überlegen. Die fiel so aus: gequältes Lächeln, kurz erhobene Hand, schnelles Weiterlaufen. Noch nicht mal ein Wort brachte er hervor. Komische Reaktion wie ich finde. Er meinte doch damals, dass er sich gerne mit mir unterhält und gerne was mit mir unternimmt. Ich dachte, dass er dann zumindest versuchen würde mir gegenüber neutral zu sein. Das hat mich nun etwas verwirrt. Ich habe doch ehrlich gelächelt. Hat er nicht gesehen, dass alles okay ist? Naja egal. Mal sehen, wie er das nächste Mal reagieren wird, wenn wir uns wieder sehen.

Die Ernüchterung

Ich nehme alles zurück. Ich will keine „Freundschaft Plus“ mit Mr Unfotogen. Nicht nur, dass keine Beziehung in Frage kommt – nicht mal zu Sex wird es kommen. Der ist einfach so garnicht mein Typ. Absolut nicht sexuell attraktiv für mich. Was war nur letzte Woche in mich gefahren, ihn überhaupt zu küssen? Aber jetzt von vorne:

Schon letzte Woche hatten wir den Freitag für ein weiteres Treffen ausgemacht. Bis dahin schrieben wir wirklich Eindeutiges, worauf nicht schwer zu schließen war, dass es am Freitag zu Sex kommen würde. Ich fuhr von meinem Praktikum zurück in meine Wohnstadt, die Bahn hatte aber eine halbe Stunde Verspätung und so kam ich genervt und müde am Treffpunkt an. Ich wäre beinahe an ihm vorbeigelaufen. Er stand eingeschüchtert in der Ecke und kam vorsichtig auf mich zu. Der sah ja ganz anders aus. Er war zwar noch nie mein Typ aber letztes mal fand ich ihn noch niedlich. Diesmal war er … naja sagen wir, er war einfach heute absolut nicht mein Typ. Der Plan war, was zu essen mitzunehmen und uns noch etwas in die Sonne zu setzen. Da ich aber immer noch angepisst und fertig von meinem Tag war, hatte ich nicht mal mehr Lust das tolle Wetter zu genießen. War ja eh schon kurz vor acht. Ich schlug vor, dass wir uns bei mir einen Salat machen und auf dem Balkon essen können.

Während wir den Salat zubereiteten, neckte ich ihn, weil er das Gemüse so langsam schnippelte. Dann neckte ich ihn, dass ich gehört hatte, dass er gut kochen könne, ich es ihm aber nicht glaube. Irgendwann kamen wir auf das Thema Rauchen, woraufhin ich ihm ein schlechtes Gewissen einredete und die Nachteile vom Rauchen aufzählte. Ich hatte den armen Kerl wohl so richtig verunsichert mit den „Neckereien“. Aber er lieferte mir immer weiter unbewusst so passende Steilvorlagen, ließ meine Kommentare über sich ergehen und konnte nicht mal kontern. Dabei sank sein Attraktivitäts-Level immer weiter nach unten. Er brachte sogar einen „Schmollmund“ und meinte zu mir „du bist so fies zu mir.“ Ey Junge, sei mal selbstbewusster. Er verhielt sich teilweise wie ein Teenager. Also nicht dieses „kindische Verhalten“ das manche Männer eben an den Tag legen, sondern eher wie ein total verunsicherter 12-Jähriger. Und „Mama“ wollte ich garantiert nicht spielen. Ich neckte ihn noch, dass er doch mal kontern sollte. Daraufhin meinte er: „Normalerweise bin ich es, der meine Kumpels mobbt. Aber immer nur verbal. Ich wäre derjenige, der in einer Bar laut schreien würde ‚Aufs Maul‘ sich aber dann in der Ecke verstecken würde.“ Aha. Kann mir mal bitte einer erklären, wie der Kerl darauf kommt einer Frau so etwas zu erzählen? Tiefer sinken geht jetzt auch nicht mehr. Es war furchtbar seine Verunsicherung weiter anzusehen. Ich war froh, als wir uns dazu entschieden einen Film zu sehen.

Ich richtete den Laptop vor dem Bett ein, wir aßen noch ein paar Erdbeeren und ich startete den Film „Iron Man“. Ja, nochmal ein Marvel Film. Klar wollte ich den sehen. Dafür lehnte ich sogar sein Angebot einer Massage ab. Und auch deswegen, weil ich zu diesem Zeitpunkt schon entschieden hatte: heute gibt es kein Sex mit ihm. Ich war müde und genervt (diesmal von seinem komischen Verhalten), und sein Attraktivitäts-Level war bereits auf unter Null gesunken. Ich ließ es zwar während dem Film zu, dass er über mein Bein streichelte und Händchen halten wollte. Aber als er nach dem Film seinen Kopf näher an meinen schob, blieb ich still liegen. Daraufhin versuchte er mit seiner Hand mein Gesicht in seine Richtung zu drehen um mich zu küssen, aber ich stieß ich ihn weg und meinte „nein, darauf habe ich heute keine Lust.“ Seine Antwort: „okay, alles klar!“ Ich wollte mein Verhalten noch erklären, wollte ihm sagen, dass ich bei ihm kein Interesse nach mehr verspüre und ob wir es nicht bei „normaler Freundschaft“ belassen konnten. Aber ich suchte zu lange nach den richtigen Worten. Er war schneller und begann bereits über irgendwas Belangloses zu quasseln. Da war sie wieder: seine Verunsicherung. Wir suchten weiterhin krampfhaft nach Gesprächsthemen um die Zeit zu vertreiben, denn er musste erst in einer halben Stunde zum Bahnhof laufen. Dann sammelte er seine Sachen zusammen und ich verabschiedete ihn mit einer Umarmung. Als kleinen Trost für ihn sagte ich noch „war schön heute“.

Per Whatsapp versicherte ich mich, dass er in die richtige S-Bahn stieg und wollte dann schlafen. Ich hätte ihm vorhin in Person meine Situation erklären sollen. Aber nein, als ich die Chance hatte, war ich zu langsam und es war mir zu unangenehm. Dann halt auf die „feige“ und „einfache“ Art: ich schreibe ihm. Aber erst morgen.

Und heute ist morgen. Gerade habe ich ihm diese Nachricht geschickt:

Ach, Mr Unfotogen, ich wollte mich noch entschuldigen wegen meinem Verhalten von gestern. Also dass ich dich nicht küssen wollte… Ich glaube ich muss das noch erklären. 😀

Also ich glaube das wird doch nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Ich finde es schön jemanden zu haben zum Filme gucken und ankuscheln, aber bei mir weckt sich kein Interesse nach mehr. Tut mir leid, wenn ich dir falsche Signale gesendet habe und du dir mehr erhofft hast.

Können wir es doch bei ganz normaler Freundschaft belassen? [Whatsapp-Äffchen-Smiley]

Seine Antwort: „Ja klar [Whatsapp Peace Smiley]“

Na ob er das tatsächlich so leicht aufgenommen hat, möchte ich an dieser Stelle anzweifeln.

„Freundschaft-Plus“?

Ich habe die Wohnung immer noch nicht geputzt und ein Thema für meine Bachelorarbeit habe ich auch noch nicht. Zum Glück ist morgen ja (mal wieder) ein Feiertag.

Trotzdem nutze ich meine knappe Zeit um heute kurz über ein wichtiges Thema zu berichten: Das „Treffen-kein-Date“ mit Mr Unfotogen am Sonntag. 😉

Wir trafen uns in der Stadt und liefen zu dem Café, das ich mir ausgesucht hatte. Er war mal wieder furchtbar nervös. Ich nicht. Brauche ich nicht sein, er ist überhaupt nicht mein Typ, ich will ihn nicht beeindrucken und es wird nichts zwischen uns. Wir bestellten uns jeweils einen großen Eisbecher und quatschen über dies und das. Dazwischen mal eine komische unangenehme Pause, wobei ich mir aber keine Mühe machte, sie zu füllen. War mir alles egal. Wir aßen auf und bestellten noch einen Eistee. Als der leer war erwähnte er, dass er hier nicht unbedingt noch etwas essen wolle. Das verstand ich als „Aufbruch-Signal“ und schlug ihm vor, dass wir entweder ins Kino gehen könnten oder bei mir einen Film gucken können. Wie in meinem vorherigen Blogbeitrag erwähnt, wäre mir Kino lieber gewesen, ich ließ ihm aber die Wahl. Er entschied sich für Fim zuhause. Na gut, dann halt nach Hause.

Auf dem Weg zum Bus scrollte er kurz durch seine Whatsapp-Nachrichten. Oh, er musste sich bis 12 Uhr Mitternacht für eine Klausur anmelden. Das ginge nur von ihm Zuhause, weil er irgendwas dafür brauchte (keine Ahnung, hab ich nicht ganz verstanden). Ich erzählte, dass ich am nächsten Tag eh um sieben aufstehen musste. Damit war die Sache geklärt, dass es kein Übernacht-bleiben geben wird. Puhh…

Zuhause angekommen guckten wir ein paar lustige YouTube-Videos an und entschieden uns dann für den Film Avengers (den Ersten). Den hatten wir beide schon gesehen, aber ich wollte ihn nochmal sehen. Ich liebe die Marvel Filme, also würde ich den Film tatsächlich auch ganz angucken. Also kein „Film gucken“-ihr wisst schon. Pech für ihn. 😀 Übrigens kennt er sich gut aus mit Filmen. Das gefällt mir, sowas finde ich beeindruckend. Ich richtete meinen Laptop vor dem Bett ein (ich habe leider keinen Fernseher) und wir machten es uns bequem. Ich ruckte gleich ein Stück näher zu ihm und seine Hand legte sich wie selbstverständlich auf mein Knie. So gefällt mir das besser – nicht wie bei Mr Höflich, bei dem es eine Ewigkeit dauerte, bis er sich traute mich anzufassen. Kurze Zeit später rutschte seine Hand auf mein Oberschenkel und irgendwann war sie schon fast zwischen meinen Beinen. Wow. Sollte ich die lieber wieder richtig positionieren? Nö, gefällt mir so. Macht mich ein etwas wuschig. Als die Position nach einer Weile unbequem wurde musste ich mich kurz bewegen. Er nahm seine Hände von meinem Oberschenkel. Dafür umfasste er aber mein Gesicht. Er zog mein Gesicht an seins und wir küssten uns. Keine große Überraschung für mich. War mir klar, dass das heute passieren wird. Er küsste ganz okay. Nicht so toll wie Mr Höflich aber es klappte trotzdem gut. Nach einer oder zwei Minuten musste ich unterbrechen. Mit Hundeblick erklärte ich ihm „Ich wollte doch den Film sehen…“ Wollte ich wirklich. Ich mag Marvelfilme eben. „Okay, na gut“ – er klang nicht enttäuscht, er klang eher siegessicher.

Wir guckten den Film zuende und da der ziemlich lange geht war es schon relativ spät. Danach suchten wir ihm eine Bahnverbindung raus und hatten noch 10 Minuten Zeit. Wir küssten uns noch ein bisschen, er suchte dann seine Sachen zusammen, ich drückte ihm zum Abschied einen Knutscher auf die Lippen und er ging.

Als er in seinem Zug saß kam direkt die Frage, ob wir uns bald wieder sehen. Ich ließ mir etwas Zeit mit der Antwort. Hmm, eigentlich wollte ich ihn wieder sehen. Aber nicht weil ich Gefühle hätte. Es hört sich furchtbar egoistisch an, aber ich würde ihn wieder treffen wollen, weil ich weiß, dass ich von ihm das bekomme, was ich möchte und wann ich es brauche. Kuscheln, Küssen, Sex… Komplimente, Anerkennung… Ich antwortete „Ja gerne, aber nennen wir es dann wieder Treffen und nicht Date?“ Er antwortete, dass ich ja oft genug erwähnt hatte, dass ich an einer Beziehung kein Interesse hatte. Und dass er perfekt für eine Freundschaft-Plus wäre. Hmm, ich war mir da nicht sicher. Ich weiß ja, dass er ziemlich auf mich steht. Und dass er auf der Suche nach einer Beziehung ist. Ich wollte das aber nicht jetzt bereden, sagte ihm das, wechselte das Thema und ging bald schlafen.

Am nächsten Tag erzählte ich meinen Mädels von dem Treffen. Unter anderem M., über die ich Mr Unfotogen kennengelernt hatte, die eine gute Freundin von ihm ist. Sie meinte, dass sie ihn schon ausgequetscht hatte und ihrer Meinung nach stehe einer „Freundschaft-Plus“ nichts im Wege. Okay, dann ziehe ich das in Betracht. Ich finde allerdings, dass ich ihm zuerst nochmal verdeutlichen muss, dass wirklich nicht mehr wird mit ihm und mir. Außerdem muss erstmal der Sex klappen. Gestern schrieben wir lange über unsere Sexvorlieben und Erfahrungen. Ein weiteres Treffen haben wir für Freitag ausgemacht. Sex gibt es da aber noch nicht, weil ich an dem Tag meine Tage habe. 😀 Dafür gucken wir sicher nochmal einen guten Film. 😉 Und Kuscheln mag ich auch ganz gerne.